Kleine "Schlaumeier" kommen groß raus

Die Redaktion der Schülerzeitung von der Grundschule in Leubnitz ist mit dem "Jugendjournalistenpreis 2018" ausgezeichnet worden. Darüber berichtete sogar der Focus.

Leubnitz.

Als beste Schülerzeitung einer Grundschule in Sachsen ist der "Schlaumeier" von der Bildungseinrichtung in Leubnitz mit dem sächsischen Jugendjournalistenpreis ausgezeichnet worden. Vergeben wurde der Preis in verschiedenen Kategorien. Die Verleihung, die im Mediencampus Villa Ida in Leipzig stattfand, war auch dem Focus einen Beitrag wert. Das Nachrichtenmagazin berichtet darüber ausführlich in seiner Online-Ausgabe.

Das Reporterteam unter Leitung von Angela Kießling erhielt nach 2016 bereits zum zweiten Mal die begehrte Auszeichnung, die mit einem Preisgeld von 500 Euro dotiert ist. "Wir freuen uns, dass wir erneut die Jury mit unserer Arbeit überzeugen konnten", sagt die "Chefredakteurin" der Schülerzeitschrift, die es erst seit 2014 gibt. Noch mehr freut sich Angela Kießling, Inhaberin eines Büros für grafische Gestaltung, über das Preisgeld. "Für die 500 Euro, die wir vor zwei Jahren bekamen, haben wir ein Diktiergerät und einen Fotoapparat gekauft. Wofür wir in diesem Jahr das Geld verwenden, werden wir auf der nächsten Redaktionssitzung beraten und dann gemeinsam entscheiden." Neben den 500 Euro gab es als Preis einen Pokal in Form einer Silbernen Feder. Der bekam neben dem Oskar, den die "Schlaumeier" 2016 erhielten, einen Ehrenplatz in einer Vitrine in der Grundschule.

Insgesamt 98 Einsendungen hatte die Jury, der Vertreter der Jugendpresse Sachsen und mehrere Journalistinnen und Journalisten von verschiedenen Tageszeitungen angehörten, zu beurteilen. Ausschlaggebend für die Bewertung waren das journalistische Herangehen, die Themenvielfalt, die Qualität der einzelnen Beiträge und auch, ob die Schülerzeitung die Interessen der Schüler abbildet und vertritt. Die Juroren und Jurorinnen warfen zudem einen Blick auf vorhandene Inhaltsverzeichnisse, ein vollständiges Impressum und die Qualität der Fotos. Alle teilnehmenden Schülerzeitungsredaktionen erhielten im Anschluss an den Wettbewerb ein ausführliches Feedback mit Hinweisen der Jury für die nächsten Ausgaben. Beim "Schlaumeier" lobten die Juroren unter anderem "die Vielseitigkeit der ausgewählten Themen und die gute inhaltliche und journalistische Arbeit der Redaktion".

"Schülerzeitungen - egal ob in Papier oder online - sollte es in jeder Schule geben. Sie sind Ausdruck demokratischer Schulkultur. Hier können Schülerinnen und Schüler nicht nur erste journalistische Erfahrungen sammeln, sondern sie müssen sich auch mit Themen aus Schule und Gesellschaft auseinandersetzen. Die ausgezeichneten Jungjournalisten haben das Zeitungmachen mit Bravour gemeistert", sagte der Schirmherr des Wettbewerbes, Kultusminister Christian Piwarz, bei der Verleihung.

Anerkennende Worte und ein dickes Lob gab es nach der Rückkehr der Nachwuchsjournalisten aus Leipzig von der Direktorin der Grundschule. "Ich finde es toll, wie die Kinder Themen aus dem Schulalltag sowie dem täglichen Leben aufgreifen. Dabei scheuen sie sich auch nicht ,heiße Eisen' anzufassen und Missstände aufzudecken", sagt Schulleiterin Ulrike Franke. "Ein großes Kompliment geht auch an Angela Kießling, die die Arbeitsgemeinschaft betreut." Der "Schlaumeier" erscheint mit einer Auflage von 100 Exemplaren und ist unter anderem im Sekretariat der Schule oder beim Bäcker im Dorf erhältlich. "Die jeweilige Ausgabe ist immer binnen weniger Tage vergriffen, was für das Interesse an der Schülerzeitung spricht", sagt Ulrike Franke.

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