Kranzberggrund: 19.000 Tonnen Schlamm abtransportiert

Die drei letzten von insgesamt 48 Hochwasser- Projekten stehen kurz vor ihrem Abschluss. Die Stadt Werdau hat damit 25 Millionen Euro verbaut.

Werdau.

Das Hochwasser vom Juni 2013 hinterließ eine Spur der Verwüstung in der hiesigen Region. 48 Projekte für einen besseren Hochwasserschutz mit einem Gesamtvolumen von 25 Millionen Euro hat die Stadt Werdau in den zurückliegenden Jahren umgesetzt. Nun ist man damit auf der Zielgeraden. "Freie Presse" hat mit dem Fachbereichsleiter für Stadtentwicklung und Bau, Karsten Piehler, im Werdauer Rathaus gesprochen, was bei den drei noch nicht beendeten Vorhaben noch zu tun ist.

Kranzberggrund: Mit rund 3 Millionen Euro Auftragsvolumen ist die Sanierung der drei Teiche im Werdauer Kranzberggrund nach der Sanierung der Dorfstraße in Langenhessen die zweitteuerste Baumaßnahme. "Wir mussten noch einmal eine halbe Million Euro Fördermittel beantragen, um die Arbeiten abschließen zu können." Rund 19.000 Tonnen Schlamm, das sind circa 550 Lkw-Ladungen, wurden aus den Gewässern geholt, getrocknet und zur Weiterverwendung geschafft. Der Schlamm wird künftig einen Kiestagebau bei Schmölln abdecken. Alle drei Teiche wurden für den Hochwasserschutz fit gemacht. Die Dammböschung des größten Teiches hat unter anderem 4000 Tonnen Granitsteine bekommen. Die Arbeiten, die eine große Belastung für die Anwohner darstellen, sollen zum Jahresende abgeschlossen sein. Im Frühjahr kommenden Jahres bekommt dann der Straßenabschnitt zwischen der Bundesstraße 175 und der Baustelle eine neue Asphaltdecke. Die Zufahrt hat durch den Lkw-Verkehr stark gelitten. Die Baustraßen auf dem Gelände werden zurückgebaut. Alle drei Teiche sollen wieder mit Fischen besetzt und bewirtschaftet werden. Dazu werden die Fischereirechte durch die Stadt ausgeschrieben.

Lagsteinbach: Die Baumaßnahme im Werdauer Süden wird voraussichtlich am 11. Oktober offiziell beendet. Kosten: circa 2 Millionen Euro. Der Lagsteinbach wurde von der Pleiße weg unter die Marienstraße verlegt. Das Gelände unterhalb des Volkssolidarität-Villa, wo früher eine Tankstelle war, wurde komplett umgestaltet. Der Garagenkomplex kommt noch weg. Die Marienstraße selbst bleibt allerdings bis zum Jahresende für den Fahrverkehr gesperrt, weil Straßenbauarbeiten und die Verlegung neuer Versorgungsleitungen von der Dr.-Külz-Straße aus noch in Richtung Johannisstraße weitergeführt worden sind. "Wir wollten, dass die Marienstraße dann komplett saniert ist."

Kranzbergbach: Die Arbeiten rund um das "Webalu" für ein neues Bett des Kranzbergbaches sind so gut wie beendet. Derzeit wird noch der Auslauf bis zur Gärtnerei Wegenast hergestellt. Die Arbeiten haben knapp 2,5 Millionen Euro gekostet.

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...