Landmarktscheune ist viel mehr als eine Verkaufshalle

Mit der Eröffnung stehen der Firma Reika in Reinsdorf jetzt zeitgemäße Verkaufsräume zur Verfügung. Die sollen auch für Bildungszwecke genutzt werden.

Reinsdorf.

Nachdem vor rund vier Jahren die ersten konkreten Pläne auf dem Tisch lagen, öffnet am heutigen Montag die Landmarktscheune der Reika GmbH in Reinsdorf erstmals ihre Türen für die Kunden. Bereits am Samstag konnten sich geladene Gäste ein Bild von der Einrichtung machen.

"Von Montag bis Freitag gibt es eine Eröffnungswoche mit unterschiedlichen Thementagen. Beispielsweise bieten wir am Mittwoch eine kostenlose Bodenberatung und Düngeuntersuchung an", sagte Reika-Geschäftsführer Kai Engelhardt. In der nächsten Woche beginnt dann wie schon seit Jahrzehnten in den alten Verkaufsräumen der ganz normale Handelsalltag. Zu dem gehören vordergründig der Verkauf von Futtermitteln aus der eigenen Produktion, Stall- und Tierzubehör sowie Waren für Haus, Hof und Garten. "Lebensmittel haben wir bewusst nicht im Angebot. Dieses Segment überlassen wir den Akteuren der Marktschwärmerei, die mittwochs von 17 bis 18.30 Uhr bei uns ihre Erzeugnisse anbietet.

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Die Landmarktscheune soll aber nicht nur eine ländlich geprägte Verkaufseinrichtung sein, sondern auch Bildungsziele verfolgen. Auch deshalb hat Leni - so nennt sich eine spezielle Melkkuh für Übungszwecke - dauerhaft einen Platz in dem Gebäudekomplex gefunden. An dem Kunststofftier können Kinder genauso wie Erwachsene ihr Geschick beim Melken mit der Hand unter Beweis stellen. Vorgesehen ist zudem ein Streicheltierbereich. "Das gehört alles zu unserem Gesamtkonzept. Wir möchten, dass Kinder auf spielerische Weise die Herkunft unserer Lebensmittel erforschen können und erfahren, welche Arbeitsleistung hinter ihrer Produktion steckt. Deshalb kooperieren wir schon seit längerer Zeit mit dem Reinsdorfer Haus der Entdecker", sagte der Reika-Chef.

Lob für die Umsetzung des Konzeptes der Landmarktscheune kam am Samstag auch von einem Branchenprofi: Frieder Siebdraht. Er ist Vertreter der Saaten Union in Sachsen, einer Vertriebsorganisation für sieben mittelständische deutsche Pflanzenzüchter. "Vor dem, was hier als Schnittstelle zwischen Landwirtschaft und Endverbraucher entstanden ist, kann man nur den Hut ziehen. Es wurde nicht einfach nur eine Verkaufshalle hingestellt, sondern ein insgesamt stimmiger, aber auch reizvoller Komplex", sagte er.

Wie viel Geld in die Errichtung der Landmarktscheune investiert wurde, sagte Engelhardt zwar nicht, er macht aber deutlich, dass keine Fördermittel geflossen sind.

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