Linke wollen Kitagebühren diskutieren

In Werdau bezahlen Eltern am meisten

Werdau.

Die Gebühren für die Kinderbetreuung in den Werdauer Einrichtungen müssen auf den Prüfstand. Das forderte Stadtrat Heiko Döhler (Die Linke) im Namen seiner Fraktion. "Wir müssen nicht immer die Ersten sein", meinte er ironisch auf der jüngsten Ratssitzung. In Werdau bezahlen Eltern für die Betreuung ihrer Kinder in der Krippe derzeit monatlich 250,03 Euro. Damit ist die Kommune im Umland Spitzenreiter bei den Gebühren. Zum Vergleich: In Crimmitschau kostet diese Betreuung 227,26 Euro im Monat, in Meerane 152,72 Euro, in Glauchau 217,55 Euro und in Zwickau 210,16 Euro. "Wir müssen uns fragen, wie wir mit den Gebühren für die Betreuung künftig umgehen wollen. Ich schlage eine Nullrunde für 2020 vor", sagte Döhler. Innerhalb des Haushaltskonsolidierungsgesetzes seien diese hohen Beiträge festgelegt worden. Jetzt sei es an der Zeit, sich darüber zu unterhalten, so Döhler, der auch für die Einfrierung der Betriebskosten für die kommunalen Kindereinrichtungen plädiert. Oberbürgermeister Sören Kristensen (Unabhängige Liste) sagte, dass dieses Thema auf jeden Fall diskutiert werden soll. Er sei aber dafür, in Vorberatungen, zum Beispiel in den Ausschusssitzungen zu besprechen, wie man mit der Problematik umgehen will. In der Nachbarstadt Crimmitschau sprechen sich ebenfalls etliche Stadträte für die Entlastung von Familien und eine Reduzierung der Elternbeiträge aus. Das Thema sollte unter anderem am Samstag bei einer nicht-öffentlichen Klausurberatung diskutiert werden. (rdl/hof)

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