Marienstraße: Keine freie Fahrt zum Jahresende

Mehr Arbeit als gedacht, aber andererseits keine Bauleute - deshalb wird die Verkehrsader erst im April fertig.

Werdau.

Die Marienstraße in Werdau wird in diesem Jahr nicht mehr für den Verkehr freigegeben. "Das ist nicht erfreulich, aber der Termin war nicht zu halten", sagte der Werdauer Oberbürgermeister Sören Kristensen (Unabhängige Liste) am Donnerstagabend vor den Stadträten. Eigentlich war die Eröffnung des Abschnitts zwischen Johannisstraße und Dr.-Külz-Straße für diese Woche geplant. Der Fachbereichsleiter für Stadtentwicklung/Bau im Rathaus, Karsten Piehler, versucht zu erklären, warum das Projekt nicht fristgerecht fertig wird. "Bisher konnten nur die Kanalbauarbeiten und die Verlegung der Elektrokabel abgeschlossen werden. Die Neuverlegung der Trinkwasserversorgung hat erst begonnen."

Einerseits sei der Umfang an zu erneuernden Kanalanschlüssen etwa doppelt so hoch wie geplant gewesen. Etliche Anschlüsse aus den Gebäuden seien weder den Wasserwerken noch den Hauseigentümern selbst bekannt gewesen. Andererseits hätte die ortsansässige, bauausführende Firma nicht die erforderliche Anzahl an Facharbeitern kontinuierlich auf der Baustelle einsetzen können. "Wie im Falle der Marienstraße war der Leistungsumfang auch bei mehreren parallel verlaufenden Baustellen der bauausführenden Firma gestiegen, was Kapazitäten gebunden hat." Da dieses Problem nahezu auf alle Fachfirmen im Tiefbau dieses Jahr zugetroffen habe, sei man trotz des Bauverzuges mit der Arbeit des Unternehmens zufrieden, sagte Piehler. Sobald die Witterung es zulasse, dränge man darauf, dass weitergearbeitet wird. Es ist trotzdem davon auszugehen, dass die Arbeiten erst im April beendet sein werden.

Linken-Stadtrat Heiko Döhler, der auch Anlieger ist, kann die Argumentation des Rathauses nicht nachvollziehen. "Es gibt doch Verträge, die eingehalten werden müssen. Mir tut das Zoogeschäft leid, das kämpft um jeden Kunden und das seit Mitte vorigen Jahres, als mit der Hochwasserbaustelle in der gleichen Straße begonnen worden war."

Auch die Dorfstraße in Langenhessen wird nicht, wie ursprünglich geplant, über die Weihnachtsfeiertage für den allgemeinen Verkehr freigegeben. Dort wird zwischen dem Brückenweg und dem Ortseingang Werdau gebaut. "Nur Busse und Anlieger dürfen passieren", sagte Rathaussprecher André Kleber. Die Arbeiten dauern ebenfalls noch bis April.

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