Markt-Veranstalter: Werdau ist ein schwieriges Pflaster

Für eine Glauchauer Agentur ist die Silvesterveranstaltung vorm Rathaus die letzte. Ein Werdauer Unternehmer kämpft weiter.

Werdau.

Die Silvesterveranstaltung auf dem Werdauer Markt ist für die Mitarbeiter der Glauchauer Firma Udi Events die letzte in Werdau. Stadt und Veranstalter haben den Zweijahresvertrag, der das Durchführen von speziellen Märkten in der Pleißestadt besiegelte, nicht verlängert.

"Wir sind nicht im Bösen auseinandergegangen. Betriebswirtschaftliche Gründe haben uns zu diesem Schritt gezwungen. Es rechnet sich einfach nicht", sagte Mitarbeiter Thomas Schmidt. Das beobachte man nicht nur in Werdau. Auch in Meerane oder Limbach-Oberfrohna sei die Durchführung von Märkten problematisch, so Udi Events. Rückläufige Besucherzahlen verzeichnete unter anderem der Naturwaren- und Bauernmarkt im September. Auch der Garten- und Pflanzenmarkt Anfang Mai stieß nicht auf das erhoffte Besucherinteresse. Für diese Spezialmärkte bastelt die Stadt jetzt an einem neuen Konzept, speziell für den Bauernmarkt, sagte der Werdauer Oberbürgermeister Sören Kristensen (Unabhängige Liste) auf Anfrage. "Wir müssen sehen, wie wir die Änderungen gut umsetzen." Eine Silvesterveranstaltung könnte sich der OB auch 2020 vor dem Rathaus vorstellen. "Dafür gibt es Publikum, und auch andere Veranstalter haben ihr Interesse bekundet." In Regie der Stadt bleiben die monatlichen Sachsenmärkte. Für sie gelten künftig aber besucherfreundlichere Öffnungszeiten von 9 bis 16 Uhr und nicht mehr von 8 bis 14 Uhr.

Die Regie für die dreimal in der Woche stattfindenden Frischmärkte liegt auch in den kommenden zwei Jahren bei Frank Schuster. Der Werdauer Unternehmer und Inhaber einer Verkaufsstelle für Fleisch- und Wurstwaren hat jetzt seinen Vertrag mit der Stadt verlängert. "Werdau ist ein schwieriges Pflaster. Obwohl ich viele Verbindungen habe, da ich selbst auf zehn Märkten bin, ist es schwer, Händler herzulocken. Für den Freitagsmarkt geht das immer noch. Aber Dienstag und Donnerstag ist es sehr kompliziert", sagt der 56-Jährige. Ein weiteres Problem sei, dass viele Händler keine Nachfolger hätten und somit ihre Geschäfte aufgeben müssen.

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