Marktgilde lässt kleine Crimmscher Käse kosten

Mit Sonderaktionen soll der Handel im Zentrum bunter werden. Dabei setzen die Veranstalter auch auf junge Kunden.

Bei Sylvia Kaltofen von der Käserei Altenburger Land durften die kleinen Marktbesucher das Sortiment testen.

Für Sie berichtet: Annegret Riedel

Ziegenkäse mit viel Fett, das mögen die Kunden von Sylvia Kaltofen von der Käserei Altenburger Land. "Auch der Rahm mit Kräutern geht sehr gut", sagte die Händlerin, die am Mittwoch kleine Gäste an ihrem Stand auf dem Crimmitschauer Wochenmarkt begrüßte. Linda, Paulina und die anderen Mädchen und Jungen der Vorschulgruppe der Kindereinrichtung "Bussi Bär" kosteten bei ihr ein Häppchen Käse, informierten sich dann über das Angebot von Obst und Gemüse und konnten am Glücksrad kleine Preise gewinnen.

"Unser Ziel ist es, mit solchen Aktionen den hiesigen Wochenmarkt noch populärer zu machen. Und unsere Jüngsten sind ja die Kunden von morgen", sagte Katrin Schiel von der Niederlassungsleitung Dresden der Deutschen Marktgilde. Die Marktgilde organisiert seit mehr als 30 Jahren Wochenmärkte und veranstaltet zurzeit an mehr als 120 Standorten bundesweit rund 250 Markttage wöchentlich. Seit dem Frühjahr gehört auch der Crimmitschauer dazu. "Der Crimmitschauer Markt hat Potenzial", findet Katrin Schiel. Daran habe eine funktionierende Innenstadt einen großen Anteil. "Hier sitzen am Vormittag schon die Leute in den Cafés. Man trifft sich auf dem Markt zum Einkaufen und Schwatzen. Solange es die Menschheit gibt, wird es immer Handel geben." Die Marktgilde-Mitarbeiterin gibt aber auch zu, dass es nicht einfach ist, gegen die großen Supermarktketten zu bestehen, die oftmals Kunden mit "Frische aus der Region" locken. Weitere Aktionen, mit denen für die Wochenmärkte geworben wird, sind geplant. "Für den Herbst lassen wir uns wieder etwas einfallen. Dann könnte es um den Kürbis gehen", sagte Katrin Schiel, die sich auch sehr gut Aktionen gemeinsam mit der Werbegemeinschaft Crimmitschau vorstellen kann.

Die Vorschulgruppe des Johanniter-Kindergartens hat sich keine Minute gelangweilt. "Wir haben uns gefreut, als wir gefragt wurden, ob wir vorbeikommen möchten", sagte die Leiterin der Gruppe, Kathrin Zienau. "Einige Kinder haben erzählt, dass sie hier schon mit der Oma waren. Wir kaufen auch für unsere Kindereinrichtung regel- mäßig auf dem Wochenmarkt ein."

Für Marktmeister Robby Wagner könnten es gern einige Händler mehr sein, die ihre Waren anbieten. "Viele Alteingesessene kommen her. Mittwochs sind es zwischen acht und zehn, samstags um die 15, weil an diesem Tag nicht nur Frisch- waren angeboten werden." Die Händlerschaft, die treu die Stange hält, hat es nicht leicht, weiß Katrin Schiel. "Nicht nur das zeitige Auf- stehen, das Draußenstehen bei Wind und Wetter, die körperlich schwere Arbeit, sondern vor allem die Sorgen, wie es mit dem eigenen Geschäft einmal weitergeht, plagen die Branche."

0Kommentare Kommentar schreiben