Maskottchen wartet auf Name

Die Vorbereitung auf die Landesausstellung in Crimmitschau läuft schleppend. Für den Werbeträger fehlt immer noch eine passende Bezeichnung.

Crimmitschau.

Das Schaf-Maskottchen der Tuchfabrik Gebrüder Pfau in Crimmitschau soll am 1. Dezember auf einen Namen getauft werden. Dann findet in der Einrichtung an der Leipziger Straße ein Weihnachtsmarkt statt. Bei der Suche nach einer passenden Bezeichnung wird auf Vorschläge aus der Bevölkerung gesetzt.

"Da es sich um eine Merinoschafdame aus Spanien handelt, sind vor allem spanische Mädchennamen sehr willkommen", teilt Marion Kaiser, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Tuchfabrik, mit. Sie informiert, dass Vorschläge bis zum 18. November eingereicht werden sollen. Dann wollen Tuchfabrik, Förderverein und Stadtverwaltung gemeinsam einen "Mä(ääh)dchennamen" für das Schaf festlegen und auf dem Weihnachtsmarkt verkünden.

Der Hintergrund für die Wahl eines Schafes: Textilfabrikant David Friedrich Oehler (1725 bis 1797), der in seinem Unternehmen circa 500 Weber und Färber beschäftigte, befasste sich auch mit der Schafzucht. Er besaß seit 1764 mit dem Gut im heutigen Ortsteil Frankenhausen eines der größten Rittergüter. Dort begann David Friedrich Oehler eine Merinoschafzucht - als Rohstoffquelle für die Streichgarnspinnerei. Er hat sich damals intensiv mit der Schafzucht beschäftigt, um auf Wolle in einer perfekten Qualität zurückgreifen zu können.

Das Schaf-Maskottchen wurde bereits im März 2019 vorgestellt. Damit haben Stadt und Tuchfabrik unter anderem auf der Internationalen Tourismus-Börse in Berlin und einer Fremdenverkehrsmesse im tschechischen Jablonec die Werbetrommel für die Landesausstellung gerührt. Allerdings behandelten die Tuchfabrik-Mitarbeiter die Suche nach dem passenden Namen für den Werbeträger offenbar stiefmütterlich. Tuchfabrik-Leiterin Jana Kämpfe favorisierte "Sofia". Fördervereins-Geschäftsführer Tommy Bartels schlug - nach einer Umfrage im Internet - unter anderem "Wolly" vor. Eine Einigung gab es bisher nicht. "Es ist leider viel Zeit verstrichen. Wir sind spät dran", sagt Bar-tels. Schließlich können Souvenirs für den Museumsshop erst bestellt werden, wenn es Klarheit zum Namen des Maskottchens gibt.

Namensvorschläge können per E-Mail an prade@saechsisches-industriemuseum.com oder klassisch per Brief abgegeben werden: Tuchfabrik Gebr. Pfau, Leipziger Str. 125, 08451 Crimmitschau 

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