Meerane rechnet mit 4000 Besuchern

Am 4. September wollen die Instrumentalisten der Bundeswehr den Teichplatz wieder zum Krachen bringen - mit noch mehr Spezialeffekten als bisher.

Meerane.

Sie sind längst keine Unbekannten mehr. Denn die Musiker der Big Band der Bundeswehr gastieren am 4. September in Meerane bereits zum sechsten Mal - und das kostenfrei. "Wenn das Wetter mitspielt, rechnen wir mit 3000 bis 4000 Besuchern", sagt Jörg Schmeißer, Chef des Blasmusikvereins Meerane 1968, dem eine langjährige Freundschaft mit der Big Band verbindet. Auch Rathauschef Lothar Ungerer (parteilos) freut sich auf das Open-Air-Spektakel.

So hatten die Stadträte schon innerhalb des Haushaltsbeschlusses für diverse Sachleistungen eine finanzielle Unterstützung von 1500 Euro zugesagt. "Ohne die Mitarbeit der Kommune könnten wir das alles nicht stemmen", fügt Initiator Schmeißer an. Zudem gebe viele organisatorischen Details abzustimmen. Den Planungen zufolge rollt der 70 Tonnen schwere Bühnenlastwagen am Dienstagabend vor dem Konzert durch die Poststraße, die dann ab Mittwoch, 8 Uhr, für den Verkehr dicht gemacht wird.


Bis dahin sollen die Bauarbeiten nach dem Abriss eines herrenlosen Hauses an der Unteren Mühlgasse beendet werden. "Dadurch haben wir einen weiteren Rettungsweg", sagt Ungerer. Mit Susan Albers, bekannt aus der Castingshow "Deutschland sucht den Superstar", Jemma Endersby, die schon mit den Fantastischen Vier und Revolverheld zusammenarbeitete, und Marco Matias, Teilnehmer am Eurovision Song Contest, werden Interpreten moderner Rock- und Pop-Titel auf der Bühne stehen. "Die Big Band verjüngt sich", erklärt der Chef des Blasmusikvereins. Deren Mitglieder wollen wie schon zuvor mit Spendenboxen durchs Publikum laufen. So seien jedes Mal mehrere tausend Euro zusammengekommen. "Diesmal wollen wir die Spenden in das zweite Bläsermusikprojekt an der Lindenschule stecken", sagt Schmeißer.

Das Konzert der Big Band der Bundeswehr am 4. September beginnt 20 Uhr auf dem Meeraner Teichplatz. Der Eintritt ist frei.


Der besondere Sound

Begonnen hatte es mit Major Glenn Miller. Der wohl berühmteste Militärmusiker war der erste US-Army-Orchesterchef, der vor mehr als 75 Jahren seiner Militär-Band Klänge entlockte, die im Zeichen des Swing standen. Das war damals ein absolutes Novum in der Geschichte der Musik. Auf Initiative des damaligen Bundesverteidigungsministers Helmut Schmidt wurde 1971 die Big Band der Bundeswehr gegründet. Schmidt wünschte sich einen "modernen Sound für eine moderne Armee". Erstmals öffentlich spielte das Showorchester am 26. Mai 1972 vor 80.000 Zuschauern anlässlich der Einweihung des Münchner Olympiastadions. (jwa)

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