Mosels Wehrleitung gibt Politikern einen Korb

Freiwillige Feuerwehr lehnt Spenden im Wahlkampf ab: "Wir sind nicht käuflich"

Zwickau.

Ein Schreiben der Moseler Feuerwehrleitung ist im sozialen Netzwerk Facebook auf ein großes Echo gestoßen. Wehrleiter Martin Fischer und Vize Andre Männel geben darin all jenen (Kommunal-) Politikern einen Korb, die kurz vor den Wahlen am 26. Mai Spenden an die Wehr oder den Förderverein übergeben wollen. "Die Freiwillige Feuerwehr macht nahezu alles - aber wir sind nicht käuflich", heißt es in der Stellungnahme.

Was der konkrete Anlass für das Schreiben war und um welche Spendenwillige genau es geht, wollte Wehrleiter Fischer zunächst nicht sagen. Am Montagabend äußerte er sich dann doch noch ausführlicher. "Es gab in der Vergangenheit mehrere Spendenangebote, deren Hintergründe jeweils nachvollziehbar und durchaus gut gemeint sind", so der Wehrleiter zur "Freien Presse", "wir haben jeweils darum gebeten, die Angebote nach der Wahl an uns zu richten." Brandschutz sei eine Pflichtaufgabe der Kommune, erinnerte Fischer. Ihm zufolge nützt es den Feuerwehren mehr, wenn man das Ehrenamt attraktiver macht. "Vielleicht können sie Menschen, die sich engagieren, einen ganz klaren Vorteil im täglichen Leben anbieten." Das Schreiben wurde bis Montagnachmittag 64-mal geteilt, in den meisten Kommentaren erfahren die Wehrleute Zustimmung: "Respekt für diese Worte und ein großartiger Seitenhieb an die, welche immer dann Unterstützung anbieten, wenn sie etwas davon haben", schreibt einer. FDP-Stadtratskandidat Carol Forster reagierte als einziger Politiker darauf und gab zu, den Jugendwehren Mosel, Oberrothenbach, Crossen und Schneppendorf Geld angeboten zu haben statt es "für sinnlose Wahlplakate" auszugeben. Er habe mit einer Ablehnung aber kein Problem: "Dann spende ich für die Kinderarche." (upa)

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