MP: Tuchfabrik ein Unikat

Michael Kretschmer war am Montag zu Gast in Crimmitschau. Das Museum war nur ein Thema der Diskussion mit Bürgern.

Crimmitschau.

CDU-Ministerpräsident Michael Kretschmer hat am Montagnachmittag bei einem Besuch der hiesigen Region einen Stopp in der Tuchfabrik Gebrüder Pfau in Crimmitschau gemacht. Nach einem Rundgang durch die ehemaligen Produktionsräume des Museums stellte er sich den Fragen von rund 100 Bürgern nicht nur zum Thema Museumslandschaft. "Freie Presse" hat einige Themen zusammengefasst.

Tuchfabrik und Landesausstellung: Ab April 2020, dem Jahr der Industriekultur, wird die Tuchfabrik ein wichtiger Ausstellungsort sein. "Ich war bisher nur zum Eishockey in Ihrer Stadt und hatte mir schon gedacht, dass es da noch etwas anderes geben muss", sagte Kretschmer unter dem Gelächter der Anwesenden. Etwas derart Authentisches wie die Tuchfabrik Gebrüder Pfau gebe es in Sachsen kein zweites Mal. Sie als Schauplatz für die Landesausstellung zu entwickeln, bedeute auch, ihre Existenz zu sichern. Dafür sei die Mithilfe der vielen Ehrenamtlichen in den Fördervereinen unverzichtbar. Auf Bedenken, dass die geplanten Arbeiten wie der Umbau des Eingangsbereichs der Tuchfabrik bis zur Landesausstellung nicht fertig werden, ging Kretschmer nicht ein.


Deponie Gablenz: Ein Ministerpräsident sei kein König, der Befehle erteilt, die dann umgesetzt werden. "Aber ich rede gern mit dem Bergamt wegen Ihrer Bedenken. Ich möchte aber keine falschen Erwartungen wecken", sagte er auf Anfrage von Mitgliedern der Bürgerinitiative im Crimmitschauer Ortsteil Gablenz. Die hat bereits 3000 Unterschriften gesammelt, damit die jetzige Kiesgrube nicht zu einer Deponie umfunktioniert wird. Oberbürgermeister André Raphael (CDU) erklärte, dass die Stadtverwaltung zu dieser Problematik eng mit den Gablenzern und auch einem Umweltbüro zusammenarbeite.

Breitbandausbau: Die 700 Millionen Euro teure Investition der Landesregierung in den Breitbandausbau vor allem im ländlichen Raum trage langsam Früchte. "Jetzt finden die Vergaben für die nötigen Arbeiten statt", so der Ministerpräsident. Ziel sei es, weiße Flecken zu tilgen. Was er von der These halte, dass der Ausbau des Mobilfunknetzes der fünften Generation (5G) die Zahl der Krebserkrankungen erhöhe, wurde Kretschmer gefragt. "Ich denke, das ist nicht der Fall." Zu wirklich jedem Thema könne man Studien und Gegenstudien anfertigen. Man sollte sich einer wissenschaftlichen Mehrheitsmeinung anschließen.

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