Mutwillig Alarm ausgelöst

Feuerwehr muss nachts zweimal ausrücken

Werdau.

Gleich zweimal binnen kurzer Zeit mussten die Angehörigen der Werdauer Feuerwehr am Mittwoch in die Gemeinschaftsunterkunft an der Unteren Holzstraße in Werdau ausrücken. 3.16 Uhr schrillten die Sirenen, nachdem vermutlich ein Bewohner des Heimes die Scheibe eines Handdruckmelders eingeschlagen und den Notruf betätigt hatte. Als die Wehr mit 30 Personen in der Unterkunft eintraf, konnte sie keinen Brand feststellen. Die Anlage wurde zurückgestellt. Kaum waren die Helfer wieder im Gerätehaus angekommen, löste die Anlage in der Asylbewerberunterkunft erneut Alarm aus. Wieder rückte die Truppe an, wieder umsonst. Gemeindewehrleiter Henning Tröger reagierte danach sauer. "Die Angehörigen der Wehr verrichten ihre Tätigkeit ehrenamtlich. Die meisten von ihnen müssen nach einer kurzen Nacht wieder auf Arbeit und ihren gewohnten Tätigkeiten nachgehen. Da sind solche unnötigen Einsätze ärgerlich", so Tröger. Die Wehr hat bei der Polizei Anzeige erstattet. Das bestätigte am Vormittag Polizeisprecher Christian Schünemann. "Wir ermitteln wegen Missbrauchs von Notrufen und Beeinträchtigung von Unfallverhütungs- und Nothilfemitteln." Wird der Täter ermittelt, könnte das für ihn empfindliche Folgen haben. Nach Paragraf 145 des Strafgesetz- buches sind eine Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder eine Geldstrafe möglich. (umü)

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