Nach Explosion: Tatverdächtiger sitzt in U-Haft

Ehemaliger Bewohner des Hauses in Glauchau am Dienstagabend im bayerischen Hof festgenommen

Glauchau.

Die Explosion im Keller eines Mehrfamilienhauses an der Herrmannstraße in Glauchau scheint aufgeklärt. Am Mittwochnachmittag hat der Haftrichter am Amtsgericht Zwickau gegen einen 43-jährigen Mann Untersuchungshaft angeordnet.

Er soll für den Vorfall am Sonntagmorgen verantwortlich sein und wird verdächtigt, in dem Keller drei Camping-Gaskartuschen zur Explosion gebracht zu haben. Die Fensterscheiben zerbarsten, Trümmerteile flogen durch die Luft, die Nachbarn wurden aus dem Schlaf gerissen. Es gab Zeugen.

Der Tatverdächtige war laut Polizeiangaben ein ehemaliger Bewohner des Hauses. Er wurde unmittelbar vor den Explosionen am Sonntagfrüh gesehen, wie er den Ort des Geschehens verlassen hatte. Seitdem war nach dem Mann gefahndet worden. Am Dienstagabend ist er dann bei einer Kontrolle der Bundespolizei auf dem Bahnhof im bayerischen Hof angetroffen und vorläufig festgenommen worden.

Durch die Explosionen war es im Kellerbereich des Wohnhauses zu einem Brand gekommen. Die Feuerwehr konnte ihn schnell kontrollieren und schließlich löschen. Die Kriminalpolizei begann mit der Spurensicherung. Die beiden im Haus wohnenden Frauen, 77 und 91 Jahre alt, wurden von Polizisten aus dem Haus gebracht und auch vorsorglich ärztlich untersucht. Beide blieben glücklicherweise unverletzt und konnten noch am Sonntag in ihre Wohnungen zurück. (sto)

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