Nachwuchstüftler greifen nach Sternen

Neun Teams traten mit Lego-Robotern gegeneinander an. Dabei zeigte sich: Als Forscher braucht man vielseitige Talente.

Zwickau/Werdau.

Weltraumschrott ist gar nicht so weit weg wie man denken möge. Für die Crimotten - das Junior-Tüftelteam aus dem Crimmitschauer Julius-Motteler-Gymnasium - sind die schwebenden Gefahren der naheliegendste Forschungsgegenstand. Die Fünft- und Sechstklässler haben sich so gute Gedanken darüber gemacht, wie sich Weltraumschrott unschädlich machen lässt, dass sie dafür beim Wettbewerb in der First Lego League am Samstag in der Westsächsischen Hochschule Zwickau gewonnen haben. Zumindest in einer Kategorie.

Der Wettbewerb lädt Nachwuchs-Tüftler ein, einen Lego-Roboter zu programmieren, der eine Reihe von ausgewählten Problemen löst. Darüber hinaus warten weitere Aufgaben auf die Schülermannschaften - etwa eine Forschungspräsentation. Was die Programmierung angeht, da hat es für die Crimotten noch nicht gereicht. Sie sind auch das jüngere der beiden Crimmitschauer Teams und brauchen noch Erfahrung. "Aber sie fuchsen sich rein", sagt Lehrerin Karolin Tittel. "Sie werden immer besser."

In diesem Jahr ging es darum, dass die Roboter Aufgaben lösen, die sich in der Raumfahrt stellen. So sollen sie Krater, also unebene Oberflächen überwinden, Material transportieren und Solarpaneele ausrichten. Mit Abstand am besten hat das der Roboter aus dem Werdauer Gymnasium hinbekommen. Dennoch ging der Gesamtsieg nicht an die "Montagstüftler reloaded", dafür reichten die Ergebnisse in den anderen Disziplinen nicht. Etwa bei der Teamwork-Aufgabe, die eines der drei Teams der Markersbacher Jenaplan-Schule am besten löste. Innerhalb von fünf Minuten sollten die Schüler aus einem Marshmallow, 20 rohen Spaghetti, einem Stück Schnur, Klebeband und einer Schere ein Raketenmodell basteln. Es sollte so hoch wie möglich sein, mit dem Schaumzucker an der Spitze, und 15Sekunden lang nicht umfallen. Dabei ging es weniger um die Anforderungen der Raumfahrt, sondern um die Zusammenarbeit im Team.

Den Gesamtsieg und damit die Starterlaubnis für das Halbfinale in Eberswalde holte sich die Crimmitschauer Partnerschule aus Karlovy Vary in der Tschechischen Republik. Schon wieder. Gewonnen haben aber am Ende alle: nicht nur an Erfahrung. Mädchen wie Jungs bekamen auch ein Gefühl dafür, wie Technik funktioniert und was man mit Gelerntem alles anfangen kann.

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...