Neue Pläne für altes Kaufhaus

Am Sonnabend konnten sich die Bürger der Stadt über aktuelle Projekte der Städtebauförderung informieren. Dabei stand besonders eine Immobilie im Fokus.

Crimmitschau.

Die Stadt Crimmitschau hat am Sonnabend den Tag der Städtebauförderung, der bundesweit ursprünglich schon am 11. Mai stattfand, nachgeholt. Das Rathaus konnte seinerzeit aus organisatorischen Gründen nicht an der Aktion teilnehmen. Ungeachtet dessen fanden sich am Sonnabend schon zur Eröffnungsveranstaltung im Zentrumsbüro zahlreiche Neugierige ein. Ihr Interesse galt nicht nur der fotografischen Gegenüberstellung innerstädtischer Bereiche von einst und jetzt, sondern auch den Vorschlägen aus dem Mal- und Ideenwettbewerb "Crimmitschaus Zentrum im Wandel der Zeit". Beteiligt hatten sich Einzelpersonen, aber auch Jugendliche der Käthe-Kollwitz-Schule. "Es sind sehr viele Anregungen eingegangen, die aus Platzgründen nicht alle bei uns im Büro ausgestellt werden können. Deshalb freuen wir uns, dass sich etliche Geschäfte bereit erklärt haben, speziell die Arbeiten der Schülerinnen und Schüler in den kommenden Wochen in ihren Schaufenstern zu präsentieren", sagte Zentrumsmanagerin Ina Burkhardt.

Erwartungsgemäß groß war das Interesse der Crimmitschauer in Hinblick auf die Zukunft des ehemaligen Schocken-Kaufhauses. Auch zu diesem markanten Bauwerk präsentierten junge Leute ihre Visionen für eine künftige Nutzung. Oberbürgermeister André Raphael konnte da schon mit konkreteren Informationen aufwarten. "Es gibt einen neuen Eigentümer für das Gebäude. Mit ihm gemeinsam wollen wir in den kommenden drei Jahren das Schocken-Kaufhaus komplett sanieren. Obwohl dafür etwa 2,6 Millionen Euro Fördermittel des Bundes in Aussicht stehen, müssen wir immer noch einen Eigenanteil in Höhe von 1,3 Million Euro investieren", so der Rathauschef. Auch zur späteren Nutzung gibt es bereits Vorstellungen. Während in den Obergeschossen attraktiver Wohnraum entstehen soll, ist im Erdgeschoss der Einzug einer städtischen Einrichtung - etwa die Bibliothek - im Gespräch. Raphael: "Wenn wir als Stadt schon so viel Geld in die Hand nehmen, dann ist es nur logisch, dass die Allgemeinheit davon profitiert. Außerdem ist ein tragfähiges Gesamtkonzept die Voraussetzung für so ein Großvorhaben."


Kommunale Gelder fließen auch in die St. Laurentiuskirche, die ein neues Geläut erhält. Allerdings bezuschusst die Stadt in diesem Zusammenhang ausschließlich notwendige Baumaßnahmen. Die Finanzierung der Glocken liegt in den Händen der Kirchgemeinde und der Landeskirche. Die derzeit noch im Turm hängenden Stahlglocken sind aufgrund ihres maroden Zustandes seit mehreren Jahren zum Schweigen verdammt. "Unsere neuen Bronzeglocken wurden am Freitag in Innsbruck gegossen. Läuft alles planmäßig weiter, können wir sie am 15. September feierlich weihen", sagte Pfarrer Ferry Suarez.

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