Neuer Name findet Anklang

Das Philharmonische Orchester des Theaters Plauen-Zwickau will mit einem neuen Namen mehr Strahlkraft entwickeln: Clara-Schumann-Philharmoniker.

Roland May, Generalintendant des Theaters Plauen-Zwickau: "Seit Jahren denken wir schon darüber nach, dem Orchester einen konkreten Namen zu geben. Seit Leo Siberski Generalmusikdirektor ist, nehmen unsere Außenaktivitäten mit dem Orchester stetig zu. So veranstalten wir die Mondscheinserenade auf der Bahnhofstraße in Plauen, das Baustellenkonzert in Zwickau und im kommenden Sommer das große Zwickauer Sommerevent ,Classics unter Sternen'. Dabei arbeiten wir mit Partnern zusammen, die einen Namen für das Orchester aus Marketinggründen sehr begrüßen. So kam uns der Vorschlag aus den Reihen unserer Musiker und von Leo Siberski für den Namen ,Clara-Schumann-Philharmoniker Plauen- Zwickau' sehr gelegen. Clara Schumann ist eine Musikerin, die eine geografische Verbindung zu beiden Städten hat und jetzt auch mit einer Gedenktafel an der Plauener Johanniskirche geehrt wird. Deshalb ist sie für mich die ideale Namensgeberin für unser Orchester."

Leo Siberski, Generalmusikdirektor des Philharmonischen Orchesters des Theaters Plauen-Zwickau: "Mich freut die überwältigende Entschlossenheit der Orchestermitglieder aus beiden Städten, 20 Jahre nach der Theaterfusion mit einer Namensgebung die gemeinsame Identifikation zu unterstreichen. Dass dies - höchst zeitgemäß - zu Ehren einer großen weiblichen Künstlerpersönlichkeit genutzt werden soll, macht mich stolz und ebenso hoffnungsfroh für die Zukunft dieses Klangkörpers." Uwe Fischer, Museumspädagoge und Initiator der laufenden Clara-Wieck-Tage in Plauen: "Ich finde die Idee grundsätzlich gut, weil man damit ein weiteres Zeichen der Verbindung des Theaters Plauen-Zwickau geben kann." Er persönlich würde die Bezeichnung Clara Wieck bevorzugen, "weil sie als Mädchen mit der Region verbunden war". Als Vierjährige hielt sich Clara Wieck ein halbes Jahr bei ihren Großeltern in Plauen auf. Die Clara-Wieck-Tage in Plauen, deren Erstauflage am Wochenende endet, sollen in zwei Jahren fortgesetzt werden.

Lars Flemming, Leiter des Clara-Wieck-Gymnasiums Zwickau:"Wir alle sind Clara und Robert Schumann verbunden. Daher begrüße ich es natürlich, wenn der etwas sperrige Name eingetauscht wird. Nach meinem Dafürhalten ist Clara zwar unter ihrem Mädchennamen Wieck heutzutage bekannter - aber das liegt auch daran, dass eben eine Reihe von Einrichtungen nach Clara Wieck benannt wurde."

Pia Findeiß (SPD), Oberbürgermeisterin Zwickau:"Ich begrüße den Vorschlag ausdrücklich. Der Name ist griffiger als die bisherige Bezeichnung und er weist auf die Verbindung zwischen Plauen und Zwickau hin. Und ich freue mich, wenn eine Frau - die zu ihrer Zeit Beachtliches geleistet hat - auf diese Weise gewürdigt wird."

Dieter Roth, Intendant des Vogtlandtheaters Plauen in der Vor- fusionsphase: "Das Orchester hat sich den Namen verdient, nachdem unsere Vorstöße gescheitert waren, für das Theaterorchester den Namenals Robert-Schumann-Philharmonie von Chemnitz nach Zwickau zurückzuholen. Der Name verpflichtet dazu, ein leistungsfähiges und qualitätsvolles Orchester zu bleiben." (heha/sth/us)

Einen Beitrag zu Hintergründen der beabsichtigten Namensgebung lesen Sie auch auf der Seite Kultur der heutigen Ausgabe.

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