Nothilfe in Gospersgrün kein Thema

Agrarbetrieb beklagt vor allem bei Gras-Mahd Verluste

Gospersgrün.

Um sich ein Bild über das Ausmaß der Dürre in der Region zu machen, hat der FDP-Bundestagsabgeordnete Jürgen Martens am Mittwoch den Agrarhof Gospersgrün besucht. Im Gespräch mit Genossenschaftsvorstand Lars Oehler wurde deutlich, dass längst nicht alle Bauern nach finanzieller Hilfe vom Bund und Land rufen. "Natürlich hat die lange Hitzeperiode und der nahezu nicht vorhandene Regen auch uns betroffen, aber nicht in dem Maß, dass es Existenz gefährdend ist", sagte Lars Oehler. So sei beispielsweise beim Weizen der nahezu gleiche Ertrag zu erwarten wie 2017. Über die Maisernte könne er noch nichts sagen, weil man mit dem Häckseln erst in der nächsten Woche beginne. Probleme gebe es jedoch beim Gras, das für die Silage benötigt und letzten Endes zu Futtermittel wird. "Da wird es nächstes Jahr spätestens ab Ende Mai eine Lücke geben, die wir schließen müssen", so Oehler.

Jürgen Martens bezeichnet die von der Bundesregierung in Aussicht gestellte finanzielle Unterstützung der Landwirte als "nur die zweitbeste Lösung". "Die individuelle Betroffenheit der Betriebe ist sehr unterschiedlich. Das hängt nicht allein vom Wetter, sondern auch von der Lage, der Flächennutzung und der Wirtschaftsweise ab. Genauso individuell sollten Landwirte für etwaige Ernteausfälle vorsorgen können, indem man die Möglichkeit einräumt, steuerfreie Rücklagen zu bilden, die man in Zeiten wie denen jetzt steuerfrei auflösen kann", sagte der FDP-Bundestagsabgeordnete. (dog)

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