Öffentliche Kritik stößt auf wenig Gegenliebe

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Ein Video sorgt bei Crimmitschaus Stadträten für Widerspruch. Es geht um das Miteinander im Rat.

Crimmitschau.

In einem öffentlichen Video hat die Fraktionsvorsitzende der Bürgervereinigung "Für Crimmitschau" Sarah Wagner ihren Unmut über die Zusammenarbeit im Stadtrat Luft gemacht. Aus ihrer Sicht lässt die Gemeinschaftsarbeit zwischen den Fraktionen zu wünschen übrig. "Eigentlich sollten wir, die Stadträte, die gleichen Ziele haben, um etwas Positives für Crimmitschau zu bewirken. Doch es ist oft so, dass gegeneinander geschossen wird und persönliche Befindlichkeiten im Mittelpunkt stehen. Das hat meiner Meinung nach nicht viel mit einer guten Zusammenarbeit zu tun", so Wagner in dem Beitrag. Deshalb habe sie um einen Termin mit Oberbürgermeister André Raphael (CDU) gebeten. "Ich wollte gern das Thema besprechen, habe allerdings eine kurzfristige Absage erhalten", so Wagner.

Zum Grund der Terminabsage wollte sich der Rathauschef gegenüber der "Freien Presse" nicht äußern. Jedoch nahm er jetzt in einer öffentlichen Stellungnahme zu den Vorwürfen Bezug. Die Aussagen der Fraktionsvorsitzenden könne er nicht nachvollziehen. Seiner Meinung nach sei die Zusammenarbeit der Fraktionen im Stadtrat sowie der Stadtverwaltung grundsätzlich gut sei. "Seit der Konstituierung 2019 hat der Stadtrat über 155 Sitzungsvorlagen entschieden. Davon sind 152 Beschlüsse einstimmig und drei mehrheitlich gefasst worden. Die Diskussion in den Ausschüssen und im Rat ist konstruktiv und sachlich, natürlich bei einigen auch kontrovers. Deshalb ist die Kritik selbst sowie die Art und Weise ihrer Kommunikation nicht nachvollziehbar", so Raphael. Der gleichen Meinung ist Stadtrat Ulrich Wolf (CDU): "In den Sitzungen wird oftmals auch diskutiert. Jedoch geht es aus meiner Sicht um die Sache an sich." Zu dem Video von Sarah Wagner wollte er sich nicht öffentlich äußern. Auch Kevin Scheibel, Fraktionsvorsitzender Die Linke, sieht die Zusammenarbeit der Fraktion nicht kritisch. "Klar gibt es hin und wieder Spannungen, aber aus meiner Sicht ist das nichts Ungewöhnliches", so Kevin Scheibel. Jörg Erler (Für Crimmitschau) stellt sich hinter seine Fraktionsvorsitzende, kritisiert aber, dass die Veröffentlichung des Videos nicht mit den Mitgliedern der Faktion abgesprochen worden sei.

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