Oldtimertreffen begeistert alte Hasen und Premierengäste

13.000 Besucher strömten am Wochenende auf die Westtrasse. Sie sahen auch Fahrzeuge, die in Werdau vom Band gelaufen sind.

Werdau.

Die historischen Nutzfahrzeuge haben nichts von ihrer Anziehungskraft eingebüßt. Sie lockten am Wochenende circa 13.000 Besucher zum IFA-Oldtimertreffen auf die Westtrasse bei Werdau. Alleine am Samstag lösten rund 9000 Besucher ein Ticket. Die Gäste konnten mehr als 600 Oldtimer bestaunen. Dabei handelt es sich um Technik von Stammteilnehmern, Wiederholungstätern und Premierengästen. Stammteilnehmer: Schon zum 18.Mal hat sich Swen Hucke aus dem Fraureuther Ortsteil Römersgrün am IFA-Oldtimertreffen beteiligt. "Das waren drei tolle Tage", sagte der 52-Jährige, der einen blauen Autodrehkran 125 und damit jenes Modell präsentiert hat, das auch die Erinnerungsplakette für die Teilnehmer ziert. Sein Autodrehkran wurde 1973 in Magdeburg produziert und hat einen Ausleger mit einer Reichweite von 14,10 Metern. Mit Blick auf das Gewicht von 19Tonnen hat Swen Hucke auf den Start beim Korso verzichtet. "Das ständige Anfahren und Abbremsen wäre eine zu große Belastung für die Kupplung", sagte der Kfz-Schlosser, der zudem einen zweiten Kran auf der Westtrasse zeigte. Dabei handelt es sich um ein Fahrzeug vom Typ W50. "Den Kran habe ich mir einst für den Hausbau zugelegt, um die Leihgebühr für die Technik sparen zu können", erklärte der Römersgrüner, wie die Leidenschaft für die Modelle bei ihmgewecktwurde.

Wiederholungstäter: Mit einem Bus vom Typ IFA H6 B-L hat Enrico Pausewang aus Mittweida die Besucher am Samstag bei Stadtrundfahrten durch Werdau chauffiert. Er nahm zum dritten Mal am IFA-Oldtimertreffen teil. "Viele Leute sitzen mit strahlenden Augen im Bus, schwelgen oft in Erinnerungen", sagte der 50-Jährige. Der Linienbus, der 150 PS hat, wurde in Werdau gebaut und 1958 erstmals zugelassen. Die Rundfahrten dauerten rund 20Minuten, Tickets kosteten 3 Euro. Am Sonntag war der Traditionsbus an der Spitze des Oldtimerkorsos zu erleben. Mit Blick auf die vielen Besucher, die am Streckenrand standen, sagte Enrico Pausewang: "Man sieht, dass sich die Leute aus Werdau und Umgebung für die Veranstaltung und die historische Technikbegeisternlassen." Premierengast: Der sächsische Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) war zum ersten Mal beim IFA-Oldtimertreffen dabei. Er steuerte beim Korso einen Wartburg Tourist 353, der 1979 gebaut wurde und zum Bestand des Verkehrsmuseums in Dresden gehört, vom Kreisverkehr an der Greizer Straße auf den Markt. Im Wartburg nahm auch der Werdauer Oberbürgermeister Stefan Czarnecki (CDU) teil. Dulig und Czarnecki verteilten auf dem Markt die Urkunden an die 204 Teilnehmer an der Rundfahrt. "Man spürt, mit welcher Leidenschaft und welchem Engagement die Veranstaltung gestaltet wird - von den Organisatoren und von den Teilnehmern", sagte Martin Dulig. Der SPD-Mann machte deutlich, dass die Westtrasse auch in den nächsten Jahren als Veranstaltungsort genutzt werden kann.

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