Orangerie erstrahlt in alter Pracht

Auf dem Gelände von Schloss Blankenhain werden ab Sonntag zwei neue Ausstellungen gezeigt. Die Objekte, in denen sie zu sehen sind, waren mehrere Jahre geschlossen.

Blankenhain.

Dass die Besucher des Deutschen Landwirtschaftsmuseums in Blankenhain einen Blick in den Gartensalon und in die Orangerie werfen konnten, ist schon einige Jahre her. Damit ist nun Schluss. Ab Sonntag können die Gäste beide Objekte wieder in Augenschein nehmen. Die Ausstellungen wurden in den zurückliegenden Monaten neu konzipiert.

Besonders die Orangerie, die sich in einem zum Park ausgerichteten Anbau des Schlosses befindet und vier Jahre für Besucher geschlossen war, ist eng mit der Geschichte des Rittergutes verbunden. "Das Gebäude wurde zwischen 1780 und 1784 vom damaligen Rittergutsbesitzer Carl Gottlob Scheuereck errichtet und als Warmhaus für exotische Pflanzen genutzt. Das wollen wir in der neuen Dauerausstellung zeigen und zugleich an die erwerbsmäßige Baumschule erinnern, die das Gut ab 1866 betrieb", sagt Museumschef Jürgen Knauss. Vor rund 150 Jahren baute das Gut auf einer Fläche von rund drei Hektar verschiedene Gehölze an. Dazu gehörten neben Aprikosen, Pflaumen, Kirschen unter anderem auch diverse Weinstöcke. "Eine Kopie des Preisverzeichnisses mit den Baumsorten, die auf dem Gut verkauft wurden, ist in der Ausstellung zu sehen. Ebenso eine alte Karte mit den Standorten im Dorf, die als Gartenbauflächen genutzt worden sind", erklärt Jörg Hahnel, der die neue Ausstellung federführend konzipiert hat. Gezeigt werden auch Modelle von verschnittenen und unverschnittenen Bäumen.


Direkt an das eigentliche Gewächshaus schließt sich der Gartensalon an, der jetzt in alter Pracht erstrahlt, an die Glanzzeiten der Rittergutsbesitzer erinnert und nun auch wieder seinem Namen gerecht wird. "Besonders sehenswert ist dabei die Tapete, die wir nach historischem Vorbild anfertigen lassen haben und die nun wieder die Wände ziert", erklärt der Museumschef. Die alte Wandvertäfelung wurde ebenfalls aufgearbeitet und der Raum mit zeitgemäßem Mobiliar ausgestattet. Die alten Korbmöbel, die bis zur Schließung der Ausstellung vor knapp zwei Jahren im Raum standen, sind verschwunden.

Die Sonderführung zur Rittergutsgeschichte mit der Eröffnung der neu gestalteten Dauerausstellungen des Gartensalons in der Orangerie findet am Sonntag, 14 Uhr, statt. Treffpunkt ist an der Kasse. Zum Museum gehören mehr als 80 Gebäude, die auf einer Fläche von elf Hektar verteilt sind. Besichtigt werden können insgesamt mehr als 100 thematische Ausstellungen.

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