Ortschaftsräte wehren sich

Mit einem offenen Brief an den Werdauer Oberbürgermeister wollen die Steinpleiser den Abriss der Turnhalle verhindern. Der OB weiß von nichts.

Steinpleis/Werdau.

An sein Wahlversprechen, den Steinpleiser Bürgern eine Sport- und Begegnungsstätte zu erhalten beziehungsweise neu zu schaffen, hat der Ortvorsteher von Steinpleis, Bernd Dietel (Freie Wähler), Oberbürgermeister Stefan Czarnecki (CDU) erinnert. Dietel, der auch Stadtrat ist, brachte das Problem während der Zusammenkunft des Gremiums vorige Woche zur Sprache.

Bei einer Beratung im Gemeindefeuerwehrausschuss habe es geheißen, dass die Feuerwehren der Stadt Werdau solange in und an der Turnhalle trainieren könnten, bis diese abgerissen wird. "Diese Aussage hat uns natürlich ziemlich erschüttert", sagte Dietel, der sich daraufhin umgehend mit seinen Ortschaftsräten verständigte. Oberbürgermeister Stefan Czarnecki weiß von den Abriss-Aussagen nichts, betonte er vor dem Stadtrat. "Ich habe weder schriftlich noch mündlich derartige Äußerungen gemacht."

Die Zukunft der Turnhalle Steinpleis beschäftigt seit langem das Dorf. In der Amtszeit des Ex-Oberbürgermeisters Ralf Tittmann war ein Abriss propagiert worden. Czarnecki sagte vor einigen Monaten, dass die Halle in die Jahre gekommen sei und über kurz oder lang erhebliche Investitionen notwendig würden. Deshalb stelle sich neben einer aufwendigen und teuren Sanierung am jetzigen Standort auch die Frage nach Alternativen. Dazu sei man mit dem Ortschaftsrat im Gespräch, auch über einen künftigen Veranstaltungs- und Mehrzweckraum, zum Beispiel am Sportlerheim an der Ruppertsgrüner Straße. Von dieser Option sind die Räte nicht begeistert. Das Gelände des Sportlerheimes werde regelmäßig überflutet, sobald der dort vorbeifließende Bach mehr Wasser als üblich führt. Außerdem sei die Verkehrs- und Parksituation an dieser Stelle mehr als ungünstig.

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