Ortsumfahrung Waldsachsen führt durchs Gewerbegebiet

Für den Bau der neuen S288 gibt's einen engen Zeitplan. Nun denken Crimmitschau und Meerane über einen neuen Anschluss an die A 4 nach.

Meerane/Crimmitschau.

Zwar laufen die Arbeiten zum Bau der neuen Erschließungsstraße durchs Gewerbegebiet Meerane-Crimmitschau seit Ende Mai, am Mittwoch ist aber erst der feierliche Spatenstich für die neuen S 288 und zugleich Ortsumgehung Waldsachsen erfolgt. Das Wichtigste im Überblick:

Bauherr: Als Bauherr tritt der Freistaat Sachsen auf, der in den Bau der neuen S 288 knapp 6,8 Millionen Euro steckt. Die alte S 288, die bisher durch den Meeraner Stadtteil Waldsachsen verlief, wird zur kommunalen Straße heruntergestuft und ausgebaut. "Nicht nur die Region, der gesamte Wirtschaftsstandort Sachsen wird von dem hier entstehenden Gesamtprojekt profitieren", betonte Stefan Brangs, Staatssekretär im Ministerium für Verkehr (SPD). Da sich in dem Gewerbegebiet Zulieferer für die Produktion der E-Autos im VW-Werk in Mosel ansiedeln, "wird die neue S 288 zum Bindeglied, um den strategischen Wandel hin zur E-Mobilität vollziehen zu können".


Bauplan: Der erste Abschnitt der zwei Kilometer langen S 288 zieht sich vom neuen Regenrückhaltebecken und Verkehrsknoten im westlichen Teil des Gewerbegebiets bis zur Halle des Logistikdienstleisters Rhenus hin. Laut Patrick Haupt, Niederlassungsleiter der Firma Bickhardt Bau, die die Straße durchs Gewerbegebiet baut, soll der erste Abschnitt im Mai/Juni 2020 beendet sein. "Der zweite Abschnitt ist noch in der Planung, somit auch noch nicht vergeben", sagte Haupt. Dabei handelt es sich um den noch zu errichtenden Kreisverkehr, der die neue S288 mit der Gablenzer Straße verknüpft. Später soll die neue S 288 an die B 93 angebunden werden. Baugrund: Das Baugebiet liegt im südöstlichen Randbereich der Zeitz-Schmöllner Senke. Aufgrund der lehmig-bindigen Böden sind laut Landesamt für Straßenbau und Verkehr flächendeckend Maßnahmen zur Verbesserung der Tragfähigkeit der neuen S 288 erforderlich.

Autobahnanschluss: André Raphael, Oberbürgermeister der Stadt Crimmitschau (CDU), äußerte während der Feierstunde einige Wünsche. Neben einer Ortsumfahrung Gablenz hofft er zudem rasch auf eine neue Autobahnanschlussstelle zwischen den beiden Gewerbegebieten Crimmitschau und Meerane-Crimmitschau. Rückdeckung gibt's von Staatssekretär Brangs, der dieses Projekt ebenfalls für umsetzbar hält.

Waldsachsen: Rathauschef Lothar Ungerer (parteilos) sprach von einem "langen Verfahren". Er sei aber froh, dass die seit die Langem geforderte "Entlastung für Waldsachsen" kommt. Wie die Verkehrsberuhigung aussehen könnte, das will der Bürgermeister während einer Versammlung mit den Einwohnern am 4. Juli im Hotel "Meerane" erörtern. "Effizienter kann man nicht Fördermittel einsetzen", sagte Ungerer. Denn die neue S 288 ist Erschließungsstraße für das Gewerbegebiet und Ortsumfahrung für Waldsachsen. Ungerer geht zwar davon aus, dass mit Beginn der Hallen auf der neuen Straße Tempo 50 gilt, es gebe aber noch Abstimmungsbedarf.

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