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Parkplatzproblem an Talsperre auch zu Saisonstart noch ungelöst

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Im Naherholungsgebiet in Langenhessen gibt es Unstimmigkeiten, wer ab 18 Uhr auf dem Gelände sein Fahrzeug abstellen darf und wer nicht.

Langenhessen.

Die Tage werden länger, die Temperaturen steigen und damit auch die Zahl der Erholungssuchenden im Naherholungsgebiet Koberbachtalsperre. Die Betreiber der Freizeiteinrichtungen rund um die Talsperre stehen in den Startlöchern und warten auf eine weitere Lockerung der Corona- bestimmungen. Spätestens wenn das Strandbad seine Pforten öffnet, werden die Stellplätze auf dem Parkplatz knapp.

Um die Nutzung des Geländes, auf dem rund 300 Fahrzeuge gleichzeitig Platz finden, gibt es seit einigen Wochen Unstimmigkeiten. Eigentümer ist die Stadt Werdau. Bisher gehörte die Fläche nach Einbruch der Dunkelheit dem Betreiber des Autokinos. Inzwischen gibt es einen weiteren Anbieter einer Freizeitmöglichkeit. Der Besitzer des ehemaligen "Seehauses" hat auf seinem Außengelände eine Minigolfanlage errichten lassen. Deren Nutzung ist bis in die späten Abendstunden möglich. Auch die Hobbygolfer werden künftig den Parkplatz nutzen. Dadurch sieht der Betreiber des Autokinos nach Vorstellungsbeginn seinen Spielbetrieb beeinträchtigt. Seine Befürchtungen: Abreisende Gäste könnten beim Verlassen des Parkplatzes mit ihren Autoscheinwerfern die Kinobesucher stören. Inzwischen fanden mehrere Gespräche zwischen Werdaus Oberbürgermeister Sören Kristensen (Unabhängige Liste), dem Chef des Bauamts im Rathaus, Karsten Piehler, sowie dem Betreiber des Auto- kinos, Andreas Osse, und dem Eigentümer des "Seehauses", Sven Burghart, statt. Ein Ergebnis, etwa eine Aufteilung der Flächen, wurde allerdings nicht erreicht.

Jetzt hat das Stadtoberhaupt eine Festlegung getroffen. "Es gelten die bestehenden Verträge", so OB Kristensen. Nach seinen Worten ist der Parkplatz öffentlich gewidmet und kann dementsprechend auch von allen Besuchern des Naherholungsgebietes genutzt werden. "Ab 18 Uhr ist der Betreiber des Autokinos berechtigt, neu ankommenden Gästen einen Stellplatz auf dem Gelände zuzuweisen", so das Stadtoberhaupt. Andreas Osse reicht das nicht aus. Er hat inzwischen einen Anwalt eingeschaltet.

Vom Tisch ist der Vorschlag des Autokinobetreibers, im Bereich der Ausfahrt des Parkplatzes in der Nähe der Talsperrenverwaltung ein Stück des Hanges abzutragen und dort zusätzliche Stellplätze für Besucher der Minigolfanlage zu schaffen. Debattiert wurde noch eine andere Variante: Die ehemalige Zufahrt zum Parkplatz, die sich in Höhe des Trafohäuschen gegenüber dem "Seehaus" befand, soll wieder geöffnet werden. In dem Bereich sollen circa zehn Stellplätze ausschließlich für Besucher des Golfplatzes reserviert werden - für Burghart die favorisierte Variante.

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