Pendler müssen warten

In Gablenz läuft die Sanierung der Hauptstraße. Nach einer Kontrolle der Berufsgenossenschaft ist an zwei Tagen sogar eine Vollsperrung erforderlich.

Crimmitschau.

Pendler, die durch den Ortsteil Gablenz fahren müssen, brauchen viel Geduld. Durch die Sanierung der Hauptstraße, die zwischen Lauenhainer Weg und Mühlweg erneuert wird, steht nur eine Fahrspur zur Verfügung. Der Verkehr wird mit einer Baustellenampel an der Engstelle vorbeigeleitet. Deshalb bilden sich lange Staus - in beide Fahrtrichtungen. "In den Nachmittagsstunden beträgt die Wartezeit teilweise bis zu 20 Minuten", sagt Andreas Molder, der in Gablenz wohnt.

Anfang der nächsten Woche wird sich die Verkehrssituation noch einmal zuspitzen. Der Grund: Dann muss die Hauptstraße, über die täglich mehr als 10.000 Fahrzeuge rollen, für den Einbau der Asphaltdecke voll gesperrt werden. Die Vollsperrung beginnt am Montag um 6 Uhr und dauert - je nach Baufortschritt - bis zum späten Dienstagnachmittag. Ursprünglich war geplant, dass für die Arbeiten eine halbseitige Sperrung ausreicht. "Das hat aber die Berufsgenossenschaft bei einer Kontrolle auf der Baustelle untersagt", sagt Isabel Siebert, Sprecherin des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr. Die Behörde gibt 40.000 Euro für die Erneuerung des 200-Meter-Abschnitts aus.

Die Umleitungsstrecke wird an beiden Tagen weiträumig ausgeschildert. Sie führt (aus Richtung Crimmitschau) über Dänkritz und Zwickau. Mit dem Aufbau der Beschilderung wird bereits am Freitag begonnen. Kein Geheimnis: Viele ortskundige Autofahrer werden allerdings auf die kurzen Umleitungen über Waldsachsen und Lauenhain ausweichen. Die Stadtverwaltung in Crimmitschau hat zudem informiert, dass auf den Buslinien 119 und 158 die Haltestellen in Gablenz und in Dennheritz nicht angesteuert werden können. Die Restmüllentsorgung an der Gablenzer Hauptstraße und den Nebenstraßen verschiebt sich auf 13. Dezember.

Die Auswirkungen der Baumaßnahme bekommt auch die Gaststätte "Harmonie" in Gablenz zu spüren. Dort wird vorübergehend an Wochentagen kein Mittagstisch angeboten. "Unser Parkplatz ist durch die Fahrbahnerneuerung schlecht erreichbar", sagt Inhaber Michael Seidl. Dazu kommt, dass Mitarbeiter von Firmen aus dem Gewerbegebiet, die das Angebot normalerweise nutzen, mit Blick auf die Warteschlangen an der Baustellenampel ihre Mittagspause deutlich verlängern müssten. Kritik gibt es aus der Gaststätte an der Informationspolitik zum Bauvorhaben vor der Haustür. Am Dienstag vor dem Buß- und Bettag wurden die Ampel und die Warnbaken aufgebaut. "Wir haben erst an dem Dienstagnachmittag die Information bekommen, dass die Fahrbahn erneuert wird", sagt Seidl.

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