Petrijünger tauschen Angeln gegen Werkzeug und Schubkarre

15 Helfer haben bei einem Arbeitseinsatz am Hofteich in Frankenhausen mit angepackt. Anglerverein und Bauhof ziehen an einem Strang.

Frankenhausen.

Eher eine ungewöhnliche Beute haben am Samstagvormittag die Mitglieder des 1.Anglervereins Crimmitschau gemacht. Sie sammelten am Ostufer des Hofteiches im Ortsteil Frankenhausen vor allem Laub und Äste ein. 15 Helfer kümmerten sich bei einem Arbeitseinsatz um die Beräumung des Weges zwischen Spritzenplatz und Zisterzienserkloster.

Zudem wurde die im Februar und März geplante Neugestaltung von einzelnen Abschnitten mit Faschinen vorbereitet. Sperrmüll und Hundekot landeten dagegen nicht in den Schubkarren der Angler. "Damit gibt es hier glücklicherweise keine Probleme, was wohl daran liegt, dass der Weg stark frequentiert ist", sagt der Anglervereins-Vorsitzende Uwe Weiland, der mit seinem Team pro Jahr bis zu vier Arbeitseinsätze am Hofteich durchführt.

Die einzelnen Aufgaben wurden im Vorfeld zwischen Anglerverein und Baubetriebshof abgestimmt. "Die Zusammenarbeit funktioniert sehr gut. Hier wird nichts gemacht, was die andere Seite nicht weiß", sagt Uwe Weiland und verweist auf die verschiedenen Zuständigkeiten: Der Hofteich gehört der Stadtverwaltung, um die Bewirtschaftung kümmern sich die Angler. Es geht also nur gemeinsam.

Die Folgen der 585.000 Euro teuren Sanierung und Entschlammung des Hofteiches spüren Uwe Weiland und seine Mitstreiter immer noch. Erst im April 2018 waren Wasser und Fische in den Teich zurückgekehrt. "Der Fischbestand ist immer noch schwach", sagt der 59-jährige Vorsitzende. Deshalb dürfen die Petrijünger nur Karpfen aus dem Hofteich holen. Barsche, Schleie und Weißfische, die sich an den Angeln befinden, müssen zurück ins Nass. "Die Fischarten werden wir wahrscheinlich erst ab 2021 wieder angeln dürfen", sagt Weiland und betont, dass zunächst wieder eine konstante Futtergrundlage für die Fische aufgebaut werden muss.

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