Pläne für Schocken-Kaufhaus liegen vor

Jetzt könnte alles ganz schnell gehen: Investor, Konzept und Finanzierung sind offenbar geklärt. Nun muss die Familie nur noch die Immobilie verkaufen.

Zwickau.

Die Gespräche um die Zukunft des leer stehenden Schocken-Kaufhauses in der Zwickauer Innenstadt sind weiter vorangeschritten, als das bisher bekannt war. Laut Oberbürgermeisterin Pia Findeiß (SPD) sei grundsätzlich bereits alles bis auf den Verkauf geklärt. Es gebe einen Investor sowie ein Nutzungskonzept. "Das alles Entscheidende ist aber: Verkauft die Familie Schocken", sagt Findeiß. "Wenn es jetzt noch scheitert, dann nur an diesem Punkt."

Das seit 20 Jahren leer stehende Kaufhaus soll in Zukunft dreiteilig genutzt werden. Im Erdgeschoss sind weiterhin Gewerbeflächen vorgesehen. In den Stockwerken darüber sollen Teile der Verwaltung einziehen, und zwar sowohl Stadt- als auch Landesverwaltung. Das ist offenbar der Grund, weshalb Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) in der Vergangenheit betont hat, sich in das Projekt einzubringen und die Stadt bei ihren Plänen zu unterstützen. Seitens der Stadt würde Findeiß in dem Gebäude gern Abteilungen einquartieren, die bislang nicht barrierefrei erreichbar sind. "Das Stadtplanungsamt zum Beispiel, in dem Bebauungspläne ausliegen, die von Bürgern eingesehen werden können." In der obersten Etage sollen Wohnungen geschaffen werden.

Allerdings erteilte Findeiß Überlegungen eine Absage, wonach die Stadt oder das Land Eigentümer der Immobilie werden könnten. Stattdessen gebe es einen Investor, der das Haus kaufen und entsprechend vorbereiten will. Wer dieser Investor ist, sagte Findeiß nicht. "Alles hängt daran, dass der Investor ins Eigentum kommt", sagt die OB.

Das könnte schwierig werden. Die Familie Schocken hat in all den Jahren bisher keine Signale ausgesendet, das Gebäude auf Biegen und Brechen loswerden zu wollen. Entscheidend dürfte der Preis sein.

Unabhängig davon kündigt Findeiß an, über das Denkmalschutzprogramm des Bundes am Schocken-Kaufhaus prüfen zu lassen, in welchem Zustand sich das Haus befindet und was genau schützenswert ist, ganz unabhängig von einem möglichen Eigentümerwechsel. Das Thema soll den Stadtrat voraussichtlich im September beschäftigen.

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...