Plusbusse kommen mit Verspätung

Zum Fahrplanwechsel im August geht es auf zwei Linien los. Der erste Schnittpunkt ist dabei Wilkau-Haßlau.

Zwickau/Werdau.

Ab dem 17. August sollen mit etwa einjähriger Verspätung erstmals sogenannte Plusbusse im Zwickauer Nahverkehr eingesetzt werden. Das teilte der Verkehrsverbund Mittelsachsen (VMS) mit. Mit diesen Linien sollen vor allem Orte außerhalb Zwickaus besser an zentrale Umsteigepunkte und Bahnhöfe angebunden sowie aufeinander abgestimmte Anschlusszeiten gewährleistet werden.

Als erste werden die Linien Zwickau-Rothenkirchen (136) und Zwickau-Werdau-Zwickau (129) umgestellt. Von der dritten Linie Glauchau-Meerane (105) ist der Landkreis wieder abgerückt, weil der Plusbus-Takt eine Verschlechterung für die Fahrgäste bedeutet hätte.


Die wesentlichen Neuerungen: Die Plusbusse fahren von Montag bis Freitag in der Zeit von 5 Uhr bis 20 Uhr im exakten Stundentakt. Im Januar dieses Jahres war in der Beschlussvorlage im Wirtschaftsausschuss noch von 21 Uhr die Rede. Eine Begründung für die Kürzung wollten weder das Landratsamt noch die Busunternehmen liefern. An den Wochenenden ist ein Zwei-Stunden-Takt festgeschrieben. Zudem wird der Fahrplan vereinfacht und nicht mehr zwischen Schul- und Ferientagen unterschieden.

Allerdings müssen sich die Fahrgäste auch auf Änderungen einrichten. Die Fahrten der Linie 136 beginnen jetzt alle am Zwickauer Hauptbahnhof und enden in Bärenwalde (untere Wendestelle). Rothenkirchen, das zum Vogtlandkreis gehört, wird künftig nicht mehr angefahren. In Bärenwalde ist ein Umstieg möglich. Zudem wird der 20-Minuten-Takt zwischen Zwickau und Wilkau-Haßlau aufgegeben. Künftig verkehren die Busse alle 30Minuten, wobei die Haltestelle Cainsdorfer Straße nicht mehr angefahren wird. Im Stadtzentrum ist ein Umstieg in die Linie 10 möglich. Die Linie 129 verkehrt ab dem 17.August vom Hauptbahnhof in Zwickau über Zentralhaltestelle, Königswalde Waldsiedlung, Werdau, Steinpleis zum Städtischen Klinikum Zwickau als neuer Endstation. Als Plusbusse werden sowohl neue Busse als auch "neuwertige Bestandsfahrzeuge" eingesetzt, wie VMS-Sprecher Falk Ester sagte. Ursprünglich hatte der Kreis neue Gelenkbusse verlangt. Von einer einheitlichen Gestaltung, die die Fahrzeuge sofort als Plusbusse ausweist, ist ebenfalls nicht mehr die Rede. Zur Ausstattung wollte sich niemand äußern.

Mit der Einführung des Plusbusses wird auch der Stadtverkehr von Wilkau-Haßlau auf einen Taktverkehr umgestellt. Die Linie 137, die künftig die Ortsteile Culitzsch und Silberstraße mit einbindet, fährt mit dem Fahrplanwechsel jeden Tag. wochentags im Stundentakt, in Spitzenzeiten alle 30 Minuten und am Wochenende im Zwei-Stunden-Takt. An der Haltestelle Stadtzentrum sind alle Anschlüsse gewährleistet, wie Bürgermeister Stefan Feustel (CDU) sagte.

Dabei kommen zwei fabrikneue Busse zum Einsatz. Diese sind größer als die bisherigen kleinen Stadtbusse sowie barrierefrei, klimatisiert und auch für Stehplätze zugelassen. Den neuen Busverkehr lässt sich die Stadt einiges kosten. Statt mit bisher 30.000 Euro wird die Linie jetzt mit 60.000 Euro im Jahr kofinanziert. "Wir bekommen dazu aber noch Fördermittel", sagte Feustel. Für die neuen Angebote zahlt der Landkreis Zwickau knapp 472.000 Euro an die Regionalverkehrsbetriebe Westsachsen, die die Linien betreiben.

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