Pumpen gehen in die ganze Welt

Die Firma Mehner aus Werdau besteht bereits seit 115 Jahren. Die Belegschaft wuchs von damals fünf auf nunmehr 69 Mitarbeiter.

Werdau.

Die Ausrüstung zweier Werke des Laminat- und Spanplattenherstellers Kronospan in Bulgarien und der Türkei mit moderner Pumpentechnik - das sind die größten Aufträge, die die Firma Mehner aus Werdau in den letzten Wochen abzuarbeiten hatte. "Wir haben aber rund ums Jahr sehr gut zu tun und volle Auftragsbücher", sagen Matthias und Ralf Baraniak, Geschäftsführer des Unternehmens, das jetzt mit Partnern und Geschäftskunden sein 115-jähriges Bestehen gefeiert hat. Aber auch eine Großreparatur der Raffinerie Dow in Böhlen hat die Mitarbeiter des Unternehmens an der Mühlenstraße dieses Jahr beschäftigt. "Dort haben wir unter anderem eine Generalreparatur an den Sicherheitsarmaturen erledigt."

Der Hauptkundenstamm der Werdauer befindet sich in Deutschland und Österreich, doch zum Beispiel auch mit Russland hat das Unternehmen gute Geschäftsverbindungen. Eine Brauerei in der vietnamesischen Hauptstadt Hanoi haben die Werdauer in der Vergangenheit mit neuer Pumpentechnik ausgestattet, außerdem Pumpen und Armaturen für ein Stahlwerk in Linz in Österreich geliefert. Niederlassungen betreibt die Firma Mehner unter anderem in Teuschenthal, um das Chemiedreieck Böhlen, Leuna, Schkopau zu betreuen, in Erfurt, und Berlin. Verkaufsbüros in Pegnitz/Bayern und 2014 in Linz kamen dazu. Mit der Erweiterung der Verkaufsgebiete ging auch eine Erweiterung der Produkt- und Dienstleistungspalette einher. Das Absolvieren von Zertifizierungen habe zur Steigung des Umsatzes beigetragen. Von den einst fünf Mitarbeitern ist das Personal auf 69 Beschäftigte angewachsen. "Wir suchen ständig gutes Personal in den Bereichen Industriemechanik und Maschinenbau", sagt Matthias Baraniak. Innerhalb von Deutschland gehen Mitarbeiter auch auf Montage, aber diese Einsätze dauern selten länger als eine Woche, so die Geschäftsführer. Neben Investitionen in Software und die Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter investiert die Firma in den Nachwuchs. "Wir bilden seit vielen Jahren im technischen und kaufmännischen Bereich aus, um Lücken zu schließen, die durch Altersabgänge entstehen", sagt Ralf Baraniak. Für das kommende Jahr werden wieder je ein Azubi als Industriemechaniker und im kaufmännischen Bereich gesucht.


Seit 2005 wird auf neuem Firmengelände produziert

Der Metalldreher Christian Hermann Dittes hatte im März 1903 das Gewerbe der Gelbgießerei angemeldet. Ursprünglich befand sich die Firma am Werdauer Johannisplatz, zog aber nach einem Brand im Juli 1909 in die Johannisstraße 6 um.

Bis Mitte der 1970er-Jahre wurden dort Armaturen und Apparate aus Bronze, Messing und Rotguss produziert. Spezialisiert waren die Werdauer auf Kesselarmaturen und Pressenteile für Molkereien und Brauereien sowie für Dampfmaschinen und Textilmaschinen.

1979 übernahm Wolfgang Mehner die Firma. Er schied 1998 aus dem Unternehmen aus und übergab die Geschäfte an Matthias und Ralf Baraniak. Die Brüder kauften 2003 das Gelände der ehemaligen Molkerei in der Turnhallenstraße und bauten es schrittweise bis 2005 zum neuen Firmensitz aus. (rdl)

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