Pyramidenstart in Fraureuth mit Feuerwehreinsatz und Feuerwerk

Mit einem außergewöhnlichen Programm ist Sonntagabend in Fraureuth der Start in die Adventszeit vollzogen worden. Bei den Bewohnern des Dorfes kam das gut an.

Fraureuth.

Ist denn schon Silvester? Die Frage wird sich am Sonntag so mancher Autofahrer gestellt haben, als er am Abend auf der Hauptstraße in Fraureuth in Richtung Greiz unterwegs war und plötzlich in der Ortsmitte ein Feuerwerk den Himmel hell erleuchtete. Nicht Silvester, sondern der Start in die Adventszeit wurde in Fraureuth gefeiert. Das geschieht jeweils am 1. Advent mit dem Anschieben der Pyramide und ist mit einem kleinen Volksfest verbunden. "Wir wollten den Besuchern in diesem Jahr mit einem kleinen Feuerwerk etwas Neues bieten", sagte der Vorsitzende des Ortschaftsrates, Hans-Dieter Jakob, am Rande der Veranstaltung. Er bangte bis zum Abschuss des ersten Feuerwerkskörper, ob dies überhaupt möglich ist. "Es war den ganzen Abend regnerisch, und wir dachten schon, wir müssen das Feuerwerk absagen." Und wenn, wäre das für Hans-Dieter Jakob und seine Mitstreiter auch kein Problem gewesen. Sie hatten einen Plan B parat. "Dann hätten wir das zu Ostern gemacht, wenn wir rund um die Pyramide wieder feiern und dann sozusagen die Saison beenden." Im Gegensatz zu anderen Orten bleibt die Pyramide in Fraureuth nach dem Fest auf dem Platz vor dem Herrenhaus stehen und wird im April in eine Osterpyramide umdekoriert.

Beinahe - zumindest hatte es diesen Anschein - wäre der Start der Pyramide in die Hose gegangen. Nachdem diese nur wenige Runden gedreht hatte, breiteten sich aus dem Motorbereich dicke Rauchwolken aus. Die Pyramide blieb stehen. Was tun? Kein Problem für die örtliche Feuerwehr, die für so einen Zweck auf ihrem Einsatzwagen im Advent einen Kanister mit Pyramidenöl deponiert hat. Mit Blaulicht kamen die Helfer in der Not angerast und bahnten sich den Weg durch die Besucher. Der Einsatzleiter der Jugendwehr meldete sich beim Veranstalter auf der Bühne, erkundigte sich nach dem Problem und informierte danach seine Mitstreiter. Die rückten mit dem Spezialöl an und lösten das Problem professionell. Kurze Zeit später drehte die Pyramide unter Beifall der Gäste wieder ihre Runden. Natürlich war das Ganze nur ein Spaß, der besonders bei den zahlreichen jungen Besuchern für große Augen sorgte. Die Erwachsenen nahmen es mit Humor. "Aber keine schlechte Idee", sagte der Ortsvorsteher von Beiersdorfer, Uwe Neubauer. In dem ebenfalls zu Fraureuth gehörenden Ortsteil wurde bereits am Samstagabend mit einem Volksfest die Pyramide in Gang gesetzt.

In Fraureuth wird in der Adventszeit gleich noch einmal gefeiert. "Das Anschieben der Pyramide war nur der Auftakt. Unser Weihnachtsmarkt findet am 15. Dezember ab 14 Uhr auf dem Gelände rund um die alte Schule statt. Dann sind erneut zahlreiche Vereine mit von der Partie", sagte Jakob.

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