Radfahrer müssen weiter rätseln

Kein gutes Signal für umweltbewussten Verkehr: Der neue Weg zwischen Steinpleis und Marienthal ist aus Expertensicht verbesserungswürdig ausgeschildert.

2Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

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    Insel
    19.07.2015

    Entschuldigung für die harten Worte, aber es ist kaum zu fassen, was für ein Unsinn im Artikel steht.

    Dabei liegt die Behörde mit der Beschilderung richtig. Mehr noch, sie darf vermutlich gar nicht anders.

    Ein "blaues Schild" bringt eine Benutzungspflicht mit sich. Das heißt, das Befahren der Fahrbahn mit dem Rad wäre dann verboten(!). De facto wäre das"blaue Schild" hier ein Benutzungsverbot für die Fahrbahn.
    Für diesen Eingriff in den Radverkehr müssen strenge rechtliche Anforderungen (§45 Abs. 9 StVO und anderes) erfüllt sein. Fahrbahnverbote für Radfahrer darf man nicht ausschildern, nur weil man blaue Schilder so hübsch findet. Die Behörde macht es hier also ganz richtig!

    Der Nebenweg darf mit dem Rad benutzt werden. Der Radfahrer hat Wahlfreiheit, darf also auch die Fahrbahn nehmen. Das ist eine angenehme Situation, wo ist also das Problem?


    Die Problematik mit den "blauen Schildchen" und der Benutzungspflicht ist dem ADFC wohl bekannt. Sie sollte es zumindest sein. Daher ist es nicht nachvollziehbar, wenn der ADFC mit der Euphemismus "positive Beschilderung" ein Radfahrverbot für die Fahrbahn begrüßt. Der ADFC müßte es wirklich besser wissen.

    Den Kommentar zum Artikel hätte sich der Redakteur besser verkniffen, sorry für die offenen Worte.

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    notavailableyet
    19.07.2015

    Wer da rätselt, dem empfehle ich die StVO, die Lösung steht schon in § 2. Tipp zum Verständnis: Ein Fahrrad gilt in der StVO als "Fahrzeug".
    Es gibt wirklich kompliziertere Regelungen in der StVO, besonders für den Radverkehr, da sollte man nicht so schnell das Handtuch werfen ;-)

    Radfahrer können den neuen Weg uneingeschränkt benutzen, behalten aber die Wahl, wie bisher und anderswo auch auch, die Fahrbahn zu nehmen. Was soll Schlechtes daran sein?
    Und schon sind wir bei des Pudels Kern: Genau DAS ist der Dorn im Auge der Fraktion, die "mit der Kraft von vier bis acht Zylindern" denkt und alle Straßen als "Autostraßen" ansieht.
    Weil das Argument "die nervigen Radfahrer auf der Fahrbahn behindern mich als Autofahrer" so gar nicht fahrradfreundlich klingen mag, muss eine von Pathos triefende Polemik herhalten.
    Dass sich ein Vertreter der ADFC da einreiht, mag verwundern, aber der ADFC ist eher der Fahrradreise-TUI als ein Vertreter der Alltagsradler.

    Ich bin froh über meine Freiheit. Wenn der neue Weg gut ist, nutze ich ihn. Ist er im Winter zugeschneit oder im Herbst von Landmaschinen belegt oder will ich im Sommer mit dem Rennrad Tempo machen, ist die Fahrbahn meine Wahl.



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