Rathaus-Sanierung: Stadt braucht mehr Geld

Die Kosten für das Bauprojekt steigen um 85.000 Euro. Ein Grund: Nicht alle Leitungspläne waren auf dem aktuellen Stand.

Crimmitschau.

Bei den Arbeiten zur Verbesserung des Brandschutzes im Rathaus in Crimmitschau gab es einige Überraschungen. Dadurch ist es im ersten Bauabschnitt, der im vorigen Jahr realisiert wurde, zu einer Kostenexplosion gekommen. Die Ausgaben belaufen sich auf 695.000 Euro. Ursprünglich waren 610.000 Euro veranschlagt. Die Extra-Rechnungen in Höhe von 85.000 Euro müssen durch einen Griff in die liquiden Mittel bezahlt werden. Die Stadträte gaben zur Sitzung am Donnerstag grünes Licht.

"Die Mehrkosten in Höhe von 14 Prozent sind bei einer Maßnahme, die in einem historischen Altbau durchgeführt wurde, überschaubar", sagte Bau-Fachbereichsleiter Götz Müller nach einer Anfrage von FDP-Fraktionschef Martin Seidel. Vor allem für die Elektroarbeiten (43.700 Euro), Putzarbeiten (13.000 Euro) sowie Spachtel- und Malerarbeiten (9900 Euro) wird mehr Geld als geplant benötigt.


Im Verwaltungsgebäude, für dessen heutigen Kernbau schon 1772 der Grundstein gelegt wurde, mussten die Handwerker unter anderem die Sicherheitsbeleuchtung für die Fluchtwege und mehr als 200 Brandmelder installieren. "Einige alte Leitungen befanden sich an anderen Stellen als in den Plänen eingezeichnet. Das sieht man aber erst, wenn die Wände geöffnet werden", sagte Götz Müller. Dadurch hätten sich Kabelverlegungen und Trassenänderungen mit einer Erhöhung der Putzstärke erforderlich gemacht. Im Bereich der Schächte sei es zu Medienkollisionen von Elektroverkabelung, Datennetzen, Trinkwasserleitungen, Abwasserleitungen und Heizungsrohren gekommen. Deshalb wäre es hier zu einer "bereinigten Zuordnung" gekommen.

Der Großteil der Arbeiten im Rathaus ging zwischen Mai und Dezember 2018 über die Bühne. Restleistungen und Mängelbeseitigung sollen bis zum Juni 2019 abgeschlossen sein.

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