Rathaus verwandelt sich in Baustelle

In der nächsten Woche beginnt die Sanierung. Mit einer Auflage: Für die Handwerker gelten ungewöhnliche Arbeitszeiten.

Crimmitschau.

Die Roland-Figur, die sich seit 1994 auf dem Rathaus in Crimmitschau befindet, braucht vorübergehend zumindest symbolisch einen Gehörschutz. Der Grund: Ab der nächsten Woche wird es im Verwaltungsgebäude richtig laut. Dann beginnen die Arbeiten zur Verbesserung des Brandschutzes. 201 Brandmelder und die Sicherheitsbeleuchtung für die Fluchtwege müssen installiert werden. Zuvor machen sich lärmintensive Schlitz- und Stemmarbeiten für die Verlegung der entsprechenden Leitungen erforderlich.

"Dinge, die viel Lärm und Dreck verursachen, sollen auf den Freitagnachmittag und den Samstag gelegt werden", sagt Erik Enke, Mitarbeiter des städtischen Bauamtes. Dann ist die Stadtverwaltung schließlich geschlossen. Zudem wurde in den Ausschreibungen festgelegt, dass die Firmen an Wochentagen ausschließlich zwischen 13 und 20 Uhr auf der Rathaus-Baustelle zum Einsatz kommen. Damit soll es zumindest in den Vormittagsstunden kaum Einschränkungen für die Beschäftigten und die Besucher geben. "Die Auflage hat möglicherweise einige Firmen davon abgehalten, sich an der Ausschreibung zu beteiligen", sagt Erik Enke.


Die Sanierung ist in diesem Jahr in mehreren Bauabschnitten geplant. Los geht's am Mittwoch im zweiten Obergeschoss, wo sich unter anderem der Ratssaal befindet. Danach folgt das erste Obergeschoss mit den Büros von Oberbürgermeister André Raphael (parteilos), Kämmerin Petra Döring und Wirtschaftsförderin Andrea Beres. Den Abschluss stellt das Erdgeschoss mit der Stadtinformation dar. Für die Verlegung der Leitungen machen sich etliche Durchbrüche zwischen den Etagen erforderlich. "Damit tragen wir den Dreck von oben nach unten", sagt Erik Enke. Zudem macht sich bei dem Bauvorhaben - ähnlich wie schon bei den Maßnahmen zur Verbesserung des Brandschutzes im Theater - eine Abschottung der Treppenhäuser erforderlich. Das Rathaus wird bis Ende September eine Baustelle bleiben.

Die Kosten belaufen sich auf rund 610.000 Euro. 456.000 Euro kommen als Fördermittel aus dem Programm "Brücken in die Zukunft". Der Eigenanteil der Stadt beläuft sich auf 154.000 Euro. Einige Dinge, die im Brandschutzkonzept auftauchen, werden erst in den nächsten Jahren in Angriff genommen. Dazu gehören die Entkernung des momentan weitgehend ungenutzten Dachgeschosses und die Aufarbeitung von denkmalgeschützten Türen.

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