Reservisten beziehen in Werdau Quartier

Ein ungewohntes Bild am Sonntag in Werdau. Zahlreiche Männer in Uniform waren in der Stadt unterwegs. Warum?

Werdau.

50 Reservisten der Bundeswehr hatten am Wochenende in der Landessportschule in Werdau Quartier bezogen. Die Männer im Alter zwischen 24 und 57 Jahren kamen aus allen Teilen der Bundesrepublik. In ihren Reihen befanden sich Unteroffiziere, Offiziere und Stabsoffiziere, quasi die gesamte Spannbreite der Dienstgrade bei der Bundeswehr. Im wahren Leben sind die Männer, die am Wochenende ihre Jeans und Hemd gegen eine Uniform eintauschten Angestellte, Ärzte oder Unternehmer. Obwohl sie alle den aktiven Dienst in der Bundeswehr hinter sich haben, schlägt ihr Herz noch immer für die Truppe. Sie alle nahmen freiwillig an der Veranstaltung teil, die vom Reservistenverband Landesgruppe Sachsen organisiert wurde. Die Durchführung lag in Regie der Reservistenkameradschaft Pleißental.

"Eine der wesentlichen Aufträge des Reservistenverbandes seitens der Bundeswehr ist die Entlastung der aktiven Soldaten", sagt Uwe Schwarzenberger. Der 57-jährige Langenhessener, der von 1981 bis 1991 als Hauptfeldwebel erst bei der Nationalen Volksarmee und dann bei der Bundeswehr gedient hat, ist im Reservistenverband Beauftragter für die militärische Ausbildung. Er führte auch am Wochenende Regie. "Um seinen Auftrag zu erfüllen zu können, hat sich der Verband die Aufgabe gestellt, für die Reservisten die Abnahme der individuellen Grundfähigkeiten und der körperlichen Leistungsfähigkeit selbstständig anzubieten und durchzuführen", sagt Schwarzenberger weiter. Genau die Aufgabe erfüllte die Veranstaltung am Wochenende. Für die erzielten Leistungen gab es übrigens Noten, die unter anderem für Beförderungen eine nicht unwesentliche Rolle spielen.


Die Werdauer Sportschule verwandelte sich am Freitag in die Basis für das Ausbildungswochenende der Reservisten. Am Samstagfrüh ging es für sie auf den Bundeswehr-Schießstand in Marienberg, wo Pistolenschießen und die ABC-Ausbildung auf dem Programm standen. Zurück in Werdau gab es dann neben dem Schwimmen und dem Fitnesstest noch eine Sanitätsausbildung. Den Abschluss bildete am Sonntag ein sogenannter Leistungsmarsch mit 15 Kilogramm Gepäck über mehrere Kilometer.

Bewertung des Artikels: Ø 5 Sterne bei 1 Bewertung
0Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...