Riesenfete zum Jubiläum und Blicke in die Vergangenheit

Ortmanndorf feiert Mitte Juni sein 800-jähriges Bestehen. Aktuelle Recherchen haben ergeben, dass das Dorf sogar noch ein wenig älter ist.

Ortmannsdorf.

Das Festprogramm für die Riesenfete im Mülsener Ortsteil Ortmannsdorf vom 14.bis 16. Juni steht bereits und geht in Kürze in den Druck. Die 10.000Exemplare werden dann in ganz Mülsen sowie angrenzenden Orten verteilt. "Ein Blick in den Flyer zeigt, dass jede Menge los ist. Mit dem abwechslungsreichen Programm wollen wir nicht nur die Mülsener neugierig auf unsere Jubiläumsfeier machen und sie zum Besuch einladen", sagt Michael Werner, der im Festkomitee mitwirkt.

Er schwärmt von den beeindruckenden Drohnenaufnahmen, die an allen drei Tagen mehrmals stündlich in der Filmecke im Festzelt zu sehen sein werden. Dazwischen gibt es Bilder aus Ortmannsdorf damals und heute. Gleich nach der feierlichen Eröffnung des Festes am Freitagabend wartet Ortschronistin Angelika Reinhold mit einem Diavortrag auf, in dem sie mit Geschichte und Geschichten eine interessante Führung durch die 800 Jahre unternimmt. "Darüber hinaus bereiten wir derzeit eine Ausstellung vor, die Bilder aus der Historie und manche Schätzchen zeigen wird, die Einwohner auf ihren Dachböden gefunden und für das Fest zur Verfügung gestellt haben. Die Schau wird im Feuerwehrdepot zu sehen sein", sagt Grafikerin Jana Kliche, die ebenfalls zum Festkomitee gehört. "Außerdem gestalten wir gegenwärtig eine Festschrift, für die wir uns intensiv mit der Dorfgeschichte beschäftigt haben." Da bei den Festvorbereitungen, die vor mehr als einem Jahr begonnen wurden, nicht abzusehen war, ob Mitte Juni Straßenbaumaßnahmen im Dorf stattfinden und für Sperrungen sorgen, verzichten die Ortmannsdorfer bewusst auf einen Festumzug. "Dafür gibt es zwischen Schmutzlerbrücke und Kirche eine historische Spaziermeile. Der Dorfkern wird zum Fest zu einem lebendigen Museum", sagt Landwirt Dieter Unger vom Festkomitee. "Auf dem Bauerngut Siddy und Steffen Hergert werden alte Gerätschaften zum Anbau von Getreide und Kartoffeln ausgestellt sein." Die Besucher können darüber hinaus miterleben, wie Hufe beschlagen, Brunnenröhren gebohrt, Körbe geflochten und Messer geschliffen werden. Ein Zinngießer habe sich angesagt. Außerdem wird ein Bauernmarkt unter anderem mit Produkten von Direktvermarktern, Kunsthandwerkern und Gärtnern auf die Beine gestellt.

Christoph Ulrich

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Zwei Knaller im wahrsten Sinne des Wortes erwarten am Samstag die Gäste. So beginnt der Festbetrieb um 11 Uhr mit einem Kanonenschuss. Spät abends wird der Tag mit einem großen Feuerwerk beschlossen. Dazwischen spielen die Michelner Feuerwehrkapelle und die Meinersdorfer Musikanten auf. Die Steppkes der Kindertagesstätte "Waldwichtel" gestalten eine Bademodenschau. Die Kirche lädt zur Besichtigung und zu Turmbesteigungen ein. Die Band Die Störzelbacher will abends das Festzelt zum Wackeln bringen. Auch Geschichtenschnitzer Swen Kaatz aus dem Nachbardorf Niclas mischt sich unter die Festbesucher. Ortmannsdorf ist an jenem Sonnabend erstmals Ausrichter des Erzgebirgs-Cups im Holzrücken, bei dem kraftvolle Kaltblüter vor den Augen der Besucher schwere Baumstämme bewegen. Am Sonntag gibt es neben Festgottesdienst und Frühschoppen ein Treffen historischer Fahrzeuge, Fuhrwerke und Postkutschen, Angebote für Kinder und eine Show der Jugend des SV 1861.

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