Sachsenforst setzt 180.000 Bäume

Trockenheit und Käfer bereiten Probleme

Werdau.

Die Frühjahrsaufforstung ist im Werdauer Wald in vollem Gange. Wie Bernd Härtel, Leiter der Abteilung Staatsforst im Forstbezirk Plauen, sagte, werden in den kommenden Tagen 180.000 kleine Bäume in die Erde gebracht. "Überwiegend sind es heimische Eichen und Roteichen, aber auch 33.000 Buchen und 3500 Weißtannen. Hinzu kommen Roterlen, Bergahorn und Douglasien sowie 2000 Weihnachtsbäume." Auch fast 600 Esskastanien, Baum des Jahres 2018, werden von den Waldarbeiten und externen Unternehmen gepflanzt. Künftig müsse man sicher darüber nachdenken, auch Baumarten aus dem Mittelmeerraum in der hiesigen Region zu setzen, da sich das Klima in den vergangenen Jahren verändert habe. Bis nach Ostern entstehen rund 27 Hektar Waldfläche neu. Was den Forstleuten große Sorgen macht, ist die Trockenheit im Wald. "Wie im vergangenen Jahr sind die Böden bereits jetzt wieder stark ausgedörrt. Rund 80 Prozent der Eichen, die wir 2018 unter Fichtenschirmen gesetzt hatten, sind vertrocknet."

Ein weiteres Problem, nicht nur im Werdauer Wald, sondern im gesamten Forstbezirk, ist der Borkenkäfer, der sich in zahlreichen Bäumen eingenistet hat. "Nach Ostern werden die Förster wieder auf ihren Rundgang gehen und jeden Baum in ihrem Revier besichtigen, ob er vom Käfer befallen ist", sagte Bernd Härtel. Wenn dem so sei, kann dieser Baum nur umgehend gefällt werden. Durch diese massenhaften Fällungen seien die Sägewerke derzeit restlos ausgelastet und die Holzpreise im Keller. (rdl)

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