SB-Waschanlage und XXL-Parkplatz geplant

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Auf der Brachfläche zwischen Nordverbinder und Bahngleisen in Crimmitschau entstehen zwei neue Projekte. Für ein Vorhaben erfolgte bereits der erste Spatenstich. Das andere ist in der Warteschleife.

Crimmitschau.

Der erste Spatenstich für ein Projekt in Crimmitschau ist bereits erfolgt, ohne dass davon die breite Öffentlichkeit etwas mitbekommen hat. Auf der Brachfläche zwischen Bahnlinie und Nordverbinder entsteht eine SB-Waschanlage. Betrieben wird die Station künftig von der Firma SB Waschanlage und Service. Dahinter steckt André Planitzer. Der Werdauer realisiert das Projekt gemeinsam mit der Firma Kärcher. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Winnenden in Baden-Württemberg ist ein weltweit agierender Hersteller von Reinigungsgeräten und -systemen.

"Wir haben von der Kommune ein 3000 Quadratmeter großes Grundstück erworben und wollen darauf eine Waschanlage mit insgesamt sechs Boxen errichten. Die Anlage ist so konzipiert, dass sie auch von größeren Fahrzeugen wie Transportern genutzt werden kann", sagt André Planitzer. Zwischen sechs Programmen sollen die Nutzer wählen können. Jahresende soll die SB-Anlage in Betrieb gehen, so der 57-Jährige.

"Wir haben vorher den Markt genau abgecheckt. Im Raum Crimmitschau/Neukirchen gibt es insgesamt rund 13.000 zugelassene Fahrzeuge und damit potenzielle Kunden", sagt Planitzer. Und: Auf der angrenzenden Fläche will die Stadt Crimmitschau einen XXL-Parkplatz errichten - hauptsächlich gedacht für Berufspendler, die die S-Bahn in Richtung Leipzig und Zwickau nutzen. "Auch die kommen als Kunden in Frage", ist der Werdauer überzeugt.

Der Parkplatz und die Waschanlage werden über eine gemeinsame Zufahrt vom Nordverbinder aus erreichbar sein. "Am Anfang geschieht das Ganze noch im Alleingang, da die Stadt mit der Umsetzung ihres Vorhabens noch nicht begonnen hat", so Planitzer. Woran das liegt? "Wir warten auf den Fördermittelbescheid. Die Entscheidungen werden im Mai erwartet", sagt Crimmitschaus Pressesprecherin Daniela Lange. Die Kosten für das Projekt der Stadt belaufen sich auf rund 1,9 Millionen Euro. Davon sollen rund 1,7 Millionen Euro aus Fördertöpfen des Freistaates und des öffentlichen Personennahverkehrs kommen. Ohne die Zuschüsse sei das Vorhaben nicht umsetzbar.

Die Pläne der Kommune sind schon einige Jahre alt. Bereits 2017 beschloss der Stadtrat den Bau des Parkplatzes mit 110 Stellplätzen. Zudem sollen Stellflächen für Taxis, Abstellmöglichkeiten für Fahrrädern sowie Ladestationen für E-Autos entstehen. Ein Jahr später, im September 2018, unterschrieb Crimmitschau nach jahrelangen Verhandlungen den Notarvertrag zum Kauf der Flächen von der Deutschen Bahn.

Die Stadt musste für die Grundstücke mit einer Gesamtfläche von rund 13.500 Quadratmetern einen Festpreis von 40.000 Euro überweisen. Dazu kamen noch einmal Neben- und Vermessungskosten, die zwischen 10.000 und 15.000 Euro lagen. Für die Umsetzung des Parkplatz-Projektes werden rund 10.500 Quadratmeter benötigt. Für die Restfläche suchte die Stadt einen Interessenten. Der wurde mit der Firma SB Waschanlage und Service gefunden.

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