Schandfleck verschwindet

Die Unterführung vom Werdauer Bahnhof nach Leubnitz kommt weg. Die Stadt reagiert damit auch auf Kritik von Eltern.

Werdau/Leubnitz.

Den Tunnel vom Werdauer Bahnhof nach Leubnitz zu schließen, das war schon lange geplant. Auch, dass der Holzüberbau für diesen Fußgängerweg verschwindet. Das sagte der Fachbereichsleiter für Stadtentwicklung und Bau im Werdauer Rathaus, Karsten Piehler. Aus diesem Grund sei schon vor rund acht Jahren eine Fläche, die bis dahin als Garagenstandort diente, durch die Stadt gekauft und die darauf befindlichen Garagen abgebrochen worden. "Seitdem hatte das Vorhaben aber geruht. Die zur damaligen Zeit entstandenen Kosten für Reparaturen an der Beleuchtung im Tunnel waren nicht mehr realistisch, da nach jeder Instandsetzung die Leuchten samt Kabel immer wieder herausgerissen wurden", sagte Piehler.

Schon damals hatte man in der Verwaltung die Idee, einen neuen Verbindungsweg zu schaffen. Im Jahr 2008 musste dann laut Karsten Piehler der Tunnel schon einmal für längere Zeit geschlossen werden. Bis heute unbekannte Personen hatten damals 200 Liter Gülle über die Treppe in den Tunnel hineingekippt. "Es passierte ein Unfall. Eine ältere Dame fiel hin. Die Unterführung wurde dicht gemacht." Eine Firma musste extra mit der Säuberung des Areals beauftragt werden.

Wegen immer neuer Beschwerden durch Anwohner und Eltern, deren Kinder diesen Pfad auch als Schulweg nutzen, wurde der jetzige neue Weg im Auftrag der Stadt angelegt und auch mit Haushaltsmitteln bezahlt, sagte der Bauamtsleiter. "Vorwiegend dient das der Sicherheit und ist im Interesse derjenigen, die täglich diese Verbindung zum Bahnhof oder in die Stadt nutzen." Eine endgültige Lösung für dieses Areal ist innerhalb der Umgestaltung des gesamten Bahnhofsgebietes geplant. Diese Arbeiten befänden sich aber seit mehreren Jahren im Zeitverzug, weil sich Widerstand gegen den Abriss des Bahnhofsgebäudes formiert hat.

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