Schlosshof erhält strammes Bauernpaar

Das Deutsche Landwirtschaftsmuseum bekommt noch im Sommer zwei neue Kunstobjekte. Die Initiative geht vom Landeskuratorium "Ländlicher Raum" aus.

Blankenhain.

Sie ist 2,59 Meter groß, bringt 350 Kilogramm auf die Waage, benötigt eine Stellfläche von 1,60 Meter und soll künftig der Hingucker auf dem Gelände von Schloss Blankenhain sein. Dabei handelt es sich um eine stramme Bäuerin, die ihren dauerhaften Standort auf der Wiese zwischen Vorschloss und Remise erhalten wird. Ihr Partner, ein Bauer mit den gleichen Abmaßen, wird nur wenige Zentimeter neben ihr Platz nehmen. Beide Figuren werden fest im Boden verankert, um sie vor Vandalismus zu schützen.

Geschaffen werden die beiden Skulpturen aus Edelstahl von Michael Fischer-Art, einem international tätigen Künstler aus Borna. "Wir haben uns bewusst für ihn entschieden, da seine Werke zum Nachdenken über Werte und Lebenseinstellungen anregen", begründet der Geschäftsführer des Sächsischen Landeskuratoriums "Ländlicher Raum" (SLK), Peter Neunert, die Entscheidung. Er war am Montagnachmittag mit Michael Fischer-Art im Deutschen Landwirtschaftsmuseum zu Gast, um dort die geplanten Kunstobjekte vorzustellen. Während der Präsentation wurde zugleich der Auftrag offiziell vergeben. Bis Ende August will der Künstler, der zuvor unter anderem als Maurer, Hausmeister und Krankenpfleger gearbeitet hat, die Arbeiten fertig haben.


Möglich macht den Auftrag ein Preisgeld, das das Landeskuratorium bei einem Wettbewerb gewonnen hat. Das Sächsische Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft hatte im August des Vorjahres den Wettbewerb "Ideen für den ländlichen Raum" ausgelobt.

334 Beiträge wurden von Vereinen, Unternehmen, privaten Akteuren und Kommunen eingereicht. Das SLK konnte in der Kategorie "Blickpunkte - Kunst im ländlichen Raum" die Jury überzeugen und sich eine Prämie von 300.000 Euro sichern. "Wir werden das Geld für verschiedene Projekte verwenden. Davon profitiert jeder Landkreis in Sachsen. In allen zehn Regionen wird von der Siegesprämie ein Projekt unterschiedlicher Art und auch Größe realisiert. Die Palette reicht von der Fassadengestaltung bis hin zu Skulpturen. Dabei arbeiten wir mit verschiedenen Künstlern zusammen", erklärt der SLK-Geschäftsführer Peter Neunert.

Museumschef Jürgen Knauss zeigte sich erfreut, dass Schloss Blankenhain vom Kuratorium als Standort für die Kunstwerke ausgewählt wurde. "Keine andere Einrichtung im Landkreis Zwickau verkörpert das Thema Landwirtschaft so anschaulich und erlebbar wie das Museum in Blankenhain", sagt Peter Neunert.

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