Schülerin mit Coronavirus infiziert

In Crimmitschau gibt es einen neuen Infektionsfall. Das Gesundheitsamt hat Mitschüler, Lehrer und die Familie unter Quarantäne gestellt.

Crimmitschau.

Eine Schülerin aus Crimmitschau hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Das teilte das Gesundheitsamt des Landkreises Zwickau gestern der "Freien Presse" auf Anfrage mit. Der Fall war am Montag registriert worden und hat die Gesamtanzahl der seit Beginn der Coronakrise im Landkreis Zwickau registrierten Fälle auf 888 ansteigen lassen. Wo sich das Mädchen angesteckt hat, ist momentan laut Landkreis-Sprecherin Ilona Schilk noch unklar. Die Behörde machte keine Angaben darüber, um welche Schule es sich handelt.

Die Diagnose hat Auswirkungen auf mehrere Personen aus dem Umfeld der Schülerin. Am Montag hatte das Gesundheitsamt im Vergleich zur Vorwoche acht zusätzliche Quarantänen verhängt. Am Dienstag erhöhte sich die Anzahl um weitere 29 Personen. Damit stieg die Anzahl der insgesamt aktuell verhängten Quarantänen auf 58. Laut Sprecherin Schilk handelt es sich dabei um die Familie des infizierten Mädchens sowie um Mitschüler und zwei Lehrer. Darüber hinaus wurden in Zusammenhang mit dem Fall zwei Mitarbeiter einer Arztpraxis ebenso unter Quarantäne gestellt wie 17 Personen, die an einer Familienfeier teilgenommen hatten. Die bisher getesteten Kontaktpersonen seien allesamt negativ, so Schilk.

Aus der Crimmitschauer Stadtverwaltung hieß es am Dienstagabend, dass für den heutigen Mittwoch ein Gespräch mit der betroffenen Schule anberaumt ist. Dort soll über den Fall gesprochen und das weitere Vorgehen beraten werden.

In den vergangenen Wochen ist die Ausbreitung des Coronavirus im Landkreis Zwickau nahezu zum Erliegen gekommen. Seit Anfang Juli gab es zwei positive Neubefunde. Der letzte Todesfall ist am 2. Juli registriert worden. Der letzte stationär behandelte Coronapatient hat am 9. Juli die Klinik verlassen. In der Stadt Crimmitschau gab es seit Ausbruch der Pandemie 62 Coronafälle. In Werdau sind es 155, in Neukirchen 31, in Langenbernsdorf zehn und in Fraureuth 27. Auf die Kreisstadt Zwickau entfallen 226 Fälle. (mit hof)

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