Schülerzeitung "Hummel" will Gymnasiasten anstacheln

Junge Reporter sind an der Werdauer Bildungseinrichtung seit ein paar Wochen auf der Jagd nach interessanten Themen. Das erste Exemplar ihres Blatts war auf Anhieb ein Erfolg.

Werdau.

Die "Hummel" ist das Gesprächsthema am Werdauer Gymnasium. Bei dem Flugobjekt handelt es sich um ein Kunstwort, zusammengesetzt aus den ersten drei Buchstaben von Humboldt-Gymnasium und Meldungen. "Hummel" ist zugleich der Titel der Schülerzeitung, deren erste Auflage jetzt an der Werdauer Bildungseinrichtung erschienen ist und bei den Lehrern genauso begehrt war wie bei den Schülern. "Der Titel der Zeitung steht auch für den Fleiß der Tiere und damit im übertragenen Sinne für den Fleiß der Schüler. Mit den Themen, die in der Zeitung aufgegriffen werden, wollen wir symbolisch gesehen auch ein bisschen stechen oder piesacken und den Schulalltag kritisch begleiten", sagt Redaktionsleiterin Angela Kießling.

Für die Werdauerin ist es bereits die zweite Schülerzeitung, die sie ins Leben gerufen hat und quasi als Chefredakteurin leitet. Begonnen hat alles 2014 mit dem "Schlaumeier". Der erscheint nun bereits das sechste Jahr an der Grundschule in Leubnitz. Jede Ausgabe ist binnen weniger Tage vergriffen. Das Redaktionsteam, bestehend aus 14 Mädchen und Jungen, wurde schon mehrfach preisgekrönt. Im Vorjahr erhielt die Redaktion den sächsischen Jugendjournalistenpreis. Über die Verleihung, die im Mediencampus Villa Leipzig stattfand, berichtete unter anderem auch das Nachrichtenmagazin "Focus" ausführlich in seiner Onlineausgabe,


An den Erfolg des "Schlaumeiers" will Angela Kießling, gelernte und selbstständige Typografin, mit der "Hummel" anknüpfen. "Ob das gelingt, wird die Zukunft zeigen", sagt die Werdauerin. Doch warum fiel die Wahl auf eine weitere Zeitung gerade auf das Gymnasium? "Auslöser dafür war meine Tochter Clara. Die hat schon beim ,Schlaumeier' mitgemacht und wechselte im August auf das Gymnasium. Da lag es nach Rücksprache mit der Schulleitung nahe, dort ebenfalls den Versuch für die Gründung einer Schülerzeitung zu unternehmen", sagt Angela Kießling. Eine Idee, mit der sie ins Schwarze traf. In der Redaktion arbeiten 16 Jugendliche aus den Klassenstufen 5 bis 8 mit. "Das Ganze geschieht auf demokratischem Wege. Entscheidungen werden gemeinsam getroffen", sagt die Chefin der Truppe. Als es beispielsweise darum ging, ob die Schülerzeitung aus Kostengründen in Onlineform oder als gedruckte Ausgabe erscheinen soll, waren sich die jungen Journisten zu 100 Prozent einig: auf Papier.

Die erste Ausgabe umfasst 28 Seiten auf Hochglanzpapier im A-4-Format. Behandelt und diskutiert werden Themen wie das Handyverbot an deutschen Schulen, das Attentat während des Chemnitzer Stadtfestes im August, die Sprachreise einer Klasse nach Paris oder die Schulmeisterschaft in Mathematik. Die nächste Ausgabe ist in Planung. Der Inhalt bleibt noch geheim.

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