Schützenhaus erhält einen Treppenlift

296.700 Euro stehen für Bauprojekte bereit. Damit werden "Lieblingsplätze" für behinderte Menschen erreichbar und erlebbar.

Niederalbertsdorf/Werdau.

Das Vereins- und Schützenhaus in Niederalbertsdorf wird mit einem Innentreppenlift ausgestattet. Damit sollen künftig auch Menschen, die Probleme beim Treppensteigen haben oder auf einen Rollstuhl angewiesen sind, die Räume des Vereins im ersten Obergeschoss erreichen. "Davon profitieren auch die älteren Mitglieder, die weiter am Vereinsleben teilnehmen können", sagte Matthias Baraniak, Vorsitzender des Schützenvereins in Niederalbertsdorf. Zum Verein gehören 64 Mitglieder. Der aktuelle Schützenkönig ist querschnittsgelähmt. Das Vorhaben kann durch die finanzielle Unterstützung aus dem Programm für barrierefreies Bauen mit dem Titel "Lieblingsplätze für alle" in Angriff genommen werden. 24.100 Euro sollen zur Verfügung gestellt werden. "Wir haben uns bereits einen Kostenvoranschlag eingeholt und wollen so schnell wie möglich den Auftrag auslösen", sagte Baraniak. Neben dem Schützenverein gibt es in diesem Jahr noch für 14 weitere Projekte einen Zuschuss. Das hat der Sozial- und Gesundheitsausschuss des Kreistages bei einer Sitzung im Verwaltungszentrum in Werdau entschieden. Die Mitglieder verteilten 296.700 Euro. Der Vorschlag zur Verteilung der Mittel wurde bei einer Enthaltung von Sven Itzek (AfD) angenommen.

Durch die Fördermittel werden verschiedene "Lieblingsplätze" für Menschen mit einer Behinderung erreichbar beziehungsweise erlebbar. 21.000 Euro stehen für die Schaffung eines barrierefreien Zugangs zur Hochzeitskapelle im Callenberger Ortsteil Reichenbach zur Verfügung. Die vorhandenen Audioguides in den Priesterhäusern in Zwickau werden mit Audiodeskription ergänzt. Dadurch sollen auch blinde und sehbehinderte Menschen möglichst viele Informationen beim Museumsbesuch erhalten. "Durch umfangreiche Bild- beziehungsweise Objektbeschreibungen, Einspielungen von untermalender Musik, akustische Effekte oder Klangcollagen soll der Museumsbesuch für alle erlebbar werden", sagt Heike Reinke von der Pressestelle der Stadt Zwickau. Das Projekt wird mit einem Zuschuss von 3300 Euro unterstützt. Für den Bau einer Rampe am Bürgersaal im Remser Ortsteil Weidensdorf gibt es 24.500 Euro.

Dagegen geht die Stadtverwaltung in Glauchau bei der Vergabe der Fördermittel leer aus. Sie wollte 25.000 Euro für die Errichtung einer Rampe am Bismarckturm. Der Antrag aus Glauchau schaffte es nicht auf die Förderliste. "Am Bismarckturm lässt sich die Barrierefreiheit nicht herstellen. Dies gilt insbesondere für die Beschaffenheit des geplanten Weges", sagte Landkreis-Sprecherin Ilona Schilk.


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