Schulhausbau: 44 Vorhaben im Landkreis

Bis 2022 sollen die Projekte mithilfe des Fördertopfs "Invest Schule" umgesetzt werden. Dabei hat der Freistaat auch an gestiegene Baukosten gedacht.

Zwickau/Glauchau.

Darauf haben offenbar schon viele Schüler und Lehrer gewartet: Rund 16 Millionen Euro sollen bis Ende 2022 über die Förderrichtlinie "Invest Schule" in die Sanierung der Lehreinrichtungen im Landkreis Zwickau fließen. Wie Steffen Ludwig, Rathauschef in der Gemeinde Reinsdorf und gleichzeitig Vorsitzender des Zwickauer Kreisverbandes des Sächsischen Städte- und Gemeindetages (SSG), erklärt, haben 40 Städte und Gemeinden ihre Bauvorhaben gemeldet. Auch der Kreis ist mit fünf Bauprojekten in zwei Gymnasien und zwei Beruflichen Schulzentren beteiligt. "Der Maßnahmeplan steht am Mittwoch zur Beschlussfassung im Kreistag", fügt Kreissprecherin Ilona Schilk an.

Ludwig zufolge ist mit Landrat Christoph Scheurer (CDU) vereinbart worden, "dass 24 der insgesamt 30 Schulträgerkommunen am Programm teilnehmen". Doch das Geld kommt nicht allein vom Freistaat. Die Kommunen sowie der Kreis, die für die jeweilige Schule zuständig sind, müssen einen Eigenanteil in Höhen von 25Prozent der Kosten aufbringen. Einzige Ausnahme ist Lichtenstein. "Die Stadt, die sich in der Haushaltskonsolidierung befindet, erhält eine Förderung in Höhe von 90 Prozent. Somit liegt ihr Eigenanteil bei lediglich zehn Prozent", so der SSG-Chef, der in dem Zusammenhang auf ein weiteres Problem hinweist: "Durch die gestiegenen Baukosten wurde im Freistaat Sachsen festgelegt, dass zunächst nur 90Prozent der Förderung ausgereicht werden", so Ludwig. Somit behält das Land für Westsachsen 1,6Millionen Euro als Puffer ein. "Dieses Geld kann bei Kostensteigerungen im Zusammenhang mit den Ausschreibungen im gleichen Verfahren beantragt werden." Ludwig sei zudem froh, dass den Kommunen Freiheit bei der Auswahl der Projekte gelassen wurde.

Über das unbürokratische Vorgehen freut sich auch Anke Vogelsang vom Kreiselternrat Zwickau. "Damit verbessern sich die Lernbedingungen für die Schüler und Arbeitsbedingungen für die Lehrer gewaltig", sagt die Vize-Vorsitzende. Sie hofft, dass alle Bauvorhaben nun wie geplant umgesetzt werden. So erhalten unter anderem die Grundschule im Glauchauer Ortsteil Niederlungwitz 820.000 Euro für Sanierung und Umbau sowie die Diesterweg-Grundschule im Hohenstein-Ernstthaler Ortsteil Wüstenbrand knapp 330.000 Euro für Brandschutzmaßnahmen und die Erneuerung der Heizungsanlage.

Auch die Leubnitz-Oberschule in Werdau profitiert von dem Programm. Für die Erneuerung der Brandschutzanlagen und Elektrik sowie des Daches fließen 615.000 Euro. Ebenso können sich die Schüler und Lehrer in der Gemeinde Mülsen freuen. So wird in der Grundschule Thurm in Sonnenschutz (59.000 Euro) investiert, in der Grundschule Mülsen St. Niclas gibt's Geld für den Geräteraum der Sporthalle (172.000 Euro).

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