Schulverein: Klein angefangen - und nun ein gefragter Partner

Seit 15 Jahren kümmern sich die Mitglieder des Vereins um die Betreuung der Hortkinder in Langenbernsdorf. Mit Erfolg. Inzwischen ist fast die Kapazitätsgrenze erreicht.

Langenbernsdorf.

In wenigen Wochen jährt sich in der Gemeinde zum 15. Mal der Tag, an dem der evangelische Schulverein die Betreuung der Mädchen und Jungen aus der Grundschule im Dorf nach dem Unterricht übernommen hat. Mit dabei ist von Anfang an Antje Schwarzenberger, die mit ihrem Team den Hort leitet. "Ich habe zuvor in einem Kindergarten in Werdau gearbeitet und den Wechsel bis heute keinen Tag bereut", sagt die Langenbernsdorferin.

2004 wurde die Schule in Trünzig geschlossen. Die Mädchen und Jungen aus dem Langenbernsdorfer Ortsteil wurden fortan mit in der Grundschule Langenbernsdorf unterrichtet, die aus ihrem alten Gebäude in das der geschlossenen Mittelschule umzogen. Die 110 Mädchen und Jungen, die 2004 erstmals gemeinsam in Langenbernsdorf unterrichtet wurden, benötigten auch nach Schulschluss Betreuung. Die übernahm fortan der Schulverein. "Dass das alles möglich wurde, war zu jenem Zeitpunkt auch ein großer Verdienst des damaligen Bürgermeisters Joachim Bär", sagt Antje Schwarzenberger.


Dabei war zum damaligen Zeitpunkt unklar, ob das Angebot auch von den Eltern der Kinder angenommen wird. "Wir haben mit 25 Kindern angefangen", erinnert sich die Hortleiterin. Platz war zu Beginn für 46 Mädchen und Jungen. Dem Hort standen dafür drei Räume in der Schule zur Verfügung. Das Interesse wuchs von Jahr zu Jahr. 2011 war mit 72 Kindern die Kapazitätsgrenze erreicht. Die Gemeinde entschloss sich 2012, einen Ergänzungsbau an die Schule zu errichten, um der weiter steigenden Nachfrage nach Hortbetreuung gerecht zu werden. Ein Jahr später erfolgte der ersten Spatenstich, im April 2014 die Einweihung. Damit konnte die Kapazität auf 127 Plätze erweitert werden. Fünf Jahre später ist die Platzkapazität schon wieder nahezu erreicht. "Aktuell besuchen 116 Mädchen und Jungen den Hort. Davon verlassen uns 25 Kinder nach Ende des Schuljahres, weil sie dann in eine andere Schule wechseln. Im Gegenzug liegen 30 Anmeldungen vor, die nach den Sommerferien die Hortbetreuung in Anspruch nehmen möchten", sagt Antje Schwarzenberg. Für sie und ihr Team ein Zeichen dafür, dass ihr Angebot geschätzt wird.

Mit der Arbeit der neun Erzieherinnen, die im Hort arbeiten, ist der Vorsitzende des Schulvereins, Gabriel Brenner, sehr zufrieden. Doch nicht nur das. "Die Kommune kann stolz darauf sein, Menschen zu haben, die sich so für die Erziehung und Betreuung des Nachwuchses engagieren. Die Frauen leisten eine hervorragende Arbeit. Das betrifft auch das Team vom Kindergarten in Niederalbertsdorf, der sich seit 2008 ebenfalls in Trägerschaft des Vereins befindet." Brenner weiß bei seinen Worten den Bürgermeister von Langenbernsdorf, Frank Rose (parteilos), hinter sich. Das Gemeindeoberhaupt ist Mitglied im Schulverein.


Schulschließung als Auslöser

Vor 19 Jahren wurde der Verein gegründet. Der Anlass war die drohende Schließung der in Langenbernsdorf vorhandenen Außenstelle der Werdauer Diesterwegschule. Den Verlust des Mittelschulstandortes wollten engagierte Bürger verhindern. Unterstützung fanden sie dabei beim

damaligen Pfarrer der Gemeinde,

Anselm Meyer. "So entstand einst der evangelische Schulverein", blickt

Antje Schwarzenberger zurück.

Ihr Ziel, den Mittelschulstandort zu erhalten, erreichten die Vereinsmitglieder nicht. Aufgeben wollten sie

ihr Ziel, sich bei der Förderung und Erziehung der Kinder im Dorf mit

einzubringen, dennoch nicht.

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