Sekt, Wiener Würstchen und jede Menge gute Laune

In Fraureuth wurde am Freitagabend der Reigen der Neujahrsempfänge in der Region beendet. Dabei ging es etwas anders zu alsbei den bisherigen Veranstaltungen in den anderen Kommunen.

Fraureuth.

Locker, ungezwungen und fast schon familiär: So lässt sichdas 15. Kommunalgespräch in Fraureuth zusammenfassen. Rund 400 Interessenten kamen zu der Veranstaltung in die Glowatzkyhalle. Willkommen war jeder Bürger des Ortes, spezielle Einladungen gab es nicht. Die Fraureuther blieben an dem Abend unter sich. Bürgermeister anderer Kommunen, die sich beiden Neujahrsempfängen in Werdau oder Crimmitschau gegenseitigdie Ehre gaben, fehlten in Fraureuth.

Genuss: Zur Begrüßung gab es für jeden Gast ein Glas Sekt oder Saft, am Ende der Veranstaltung wurde jeweils ein Paar Wiener Würstchen am Tisch serviert und zwischendurch reichlich Bier sowie alkoholfreie Getränke. Das alles gab es gratis.

Gestaunt: In finanzieller Hinsicht war 2019 für die Gemeinde kein einfaches Jahr. "Wir mussten Steuermindereinnahmen beziehungsweise Steuerrückzahlungen in Höhe von rund 1,2 Millionen Euro verkraften", sagte Bürgermeister Matthias Topitsch (CDU). Dem habe man entgegengesteuert, indem auf die Anschaffung eines neuen Fahrzeuges für den Bauhof und die geplante Tilgung von Krediten verzichtet worden sei.

Geleistet: Zur positiven Bilanz der Gemeinde für das vergangene Jahr gehören nach den Worten des Bürgermeisters unter anderem der Abschluss der Instandsetzung der August-Bebel-Straße sowie der Erneuerung der Wasseranschlüsse und die Leitungserneuerung in der Mühlenstraße. Geärgert: Kritische Worte richtete das Gemeindeoberhaupt an die Adresse des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr. "Nach fast einem Jahr des Schweigens hat sich die Behörde offenbar besonnen und im November die Vorzugsvariante und den aktuellen Planungsstand für den Bereich des letzten Abschnittes der Westtrasse vorgestellt."

Gefreut: Zufrieden zeigte sich das Topitsch mit der Entwicklung der Besucherzahlen im Freibad. "Wir konnten 2019 nahezu 38.000 Gäste begrüßen. Das zeigt, dass die Entscheidung des Gemeinderates richtig war, das Bad zu sanieren." Vor der Maßnahme lockte das Freibad jährlich 10.000 und 12.000 Besucher an.

Gespielt: Das Unterhaltungsprogramm zum Kommunalgespräch gestalteten in diesem Jahr die Werksfremden, eine Band aus Fraureuth. Damit wurde die Tradition fortgesetzt, dass Künstler, Vereine oder Bürger aus der Gemeinde für die Unterhaltung der Gäste sorgen.

Geehrt: Die Ehrenplakette, mit der alljährlich Bürger von Fraureuth ausgezeichnet werden, die sich durch besondere Leistungen Verdienste erworben, erhielt in diesem Jahr Erika Seidel. Die 75-Jährige ist laut Topitsch "der gute Geist von Beiersdorf".


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