Sprengung beschäftigt Polizei

Erst in Meerane, nun in Crimmitschau: Täter leiten ein Gasgemisch in Geldautomaten, um an Bargeld zu kommen.

Crimmitschau/Meerane.

Für die Experten der Polizei steht nach den bisherigen Untersuchungen fest: Bei der versuchten Sprengung des Geldautomaten in der Commerzbank-Filiale in Crimmitschau waren offenbar andere Täter als bei den beiden Überfällen am Ende des letzten Jahres in Meerane am Werk. Dort wurde im November 2018 ein Automat der Commerzbank an der Poststraße und im Dezember 2018 ein Automat der Sparkasse an der Äußeren Crimmitschauer Straße gesprengt. "Wir gehen davon aus, dass es sich bei den Fällen in Meerane und in Crimmitschau nicht um ein- und dieselben Täter handelt", sagte Polizeisprecher Christian Schünemann auf Anfrage der "Freien Presse". Ob die Ermittler aufgrund der Auswertung der Videoaufzeichnung oder der Untersuchung des verwendeten Gasgemisches zu der Einschätzung kommen, will der Sprecher aus ermittlungstaktischen Gründen nicht sagen. Klar ist allerdings: Die Täter, die in Meerane die Automaten gesprengt hatten, konnten bisher nicht ermittelt werden.

Der jüngste Fall ereignete sich am Dienstagmorgen zwischen 3 und 4 Uhr im Vorraum der Commerzbank-Filiale in Crimmitschau. Die Täter konnten laut Polizei ein Gasgemisch in den Automaten einleiten und diesen teilweise öffnen, jedoch erbeuteten sie kein Bargeld. Der entstandene Sachschaden wurde auf rund 10.000 Euro geschätzt. Ein Geldautomat, an dem Ein- und Auszahlungen möglich sind, wurde nur ganz leicht beschädigt. Er ist seit Donnerstagvormittag wieder in Betrieb. Der zweite Geldautomat muss nach Auskunft einer Commerzbank-Sprecherin in den nächsten Wochen allerdings ausgetauscht werden.

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