Stadt kauft neue Zisterne

Unter dem neuen Dorfplatz in Königswalde wird für den Ernstfall ein Stahlbetontank eingegraben. Allerdings nicht kostenlos.

Werdau.

Für 40.000 Euro kauft die Stadt Werdau eine Zisterne und lässt sie unter dem neu zu gestaltenden Geschwister-Scholl-Platz im Werdauer Ortsteil Königswalder eingraben. Das haben die Mitglieder des Technischen Ausschusses des Stadtrates Werdau auf ihrer Sitzung in dieser Woche mehrheitlich beschlossen. Diese Zisterne wird auf Beschluss des Stadtrates installiert. Der hatte Ende Mai festgelegt, dass mit dem Rückbau des Löschwasserwehres im Dorfbach Königswalde neben der seit fünf Jahren bestehenden Zisterne am Sportplatz noch eine zusätzliche Löschwasserquelle in der Dorfmitte notwendig ist.

Stadtrat Heiko Döhler (Die Linke) kritisierte zur Ausschusssitzung, dass die Verwaltung ursprünglich einen ganz anderen Vorschlag gemacht hätte. "Sie haben uns vorgeschlagen, einen Tank einzubauen, der bereits vorhanden ist. Und das sollte eigentlich gar nichts kosten", sagte er zu Oberbürgermeister Stefan Czarnecki (CDU). Dieser vorhandene Stahltank sei dafür leider nicht geeignet, habe sich bei einer näheren Betrachtung herausgestellt, sagte der OB. "Er ist für eine oberirdische Aufstellung gedacht, aber nicht dafür, um ihn in die Tiefe zu bringen", ergänzte der zuständige Fachgebietsleiter im Rathaus, Karsten Piehler. Deshalb sei die Ersatzlösung mit dem Neukauf einer Stahlbetonzisterne vorgeschlagen worden. Wegen des beschlossenen Rückbaus des Wehres im Dorfbach müssten keine Fördermittel für den Neubau der Zisterne am Sportplatz in Königswalde zurückgezahlt werden, sodass diese Gelder für den Kauf eingesetzt werden können.

Stadtrat Sören Kristensen (Unabhängige Liste/FDP/SPD) brachte ein Anliegen der Ortswehrleitung von Königswalde zur Sprache. "Bei der bereits bestehenden Zisterne am Sportplatz müsste die Dachentwässerung der Mehrzweckhalle angeschlossen werden, um zu garantieren, dass der Tank auch gefüllt ist." Dieser Anschluss sei nicht möglich, sagte Karsten Piehler. "Das Wasser, das über das Dach des Gebäudekomplexes hineinlaufen würde, ist verschmutzt und müsste vorher gefiltert werden." Die Zisterne am Sportplatz werde über einen Brunnen gespeist. In dem Fall, dass die Zisterne leer ist, dauert das rund zehn Stunden, so Piehler.

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