Stadt muss mögliche Kosten für Turnhalle Steinpleis ermitteln

Der Förderverein für den Erhalt des Gebäudes soll nächsten Monat seine Arbeit beginnen. Der Werdauer OB warnt vor übertriebener Euphorie.

Steinpleis.

Mitte September sollen sich die Mitstreiter für den Förderverein zum Erhalt der Turnhalle im Werdauer Ortsteil Steinpleis zum ersten Mal zusammenfinden. Rund 50 Leute hatten sich im Mai in eine Liste eingetragen, die innerhalb einer öffentlichen Diskussionsrunde zur Zukunft der Halle ausgelegt worden war, und damit ihre Bereitschaft zum Mitmachen signalisiert.

"Nun hoffe ich, dass für die kommende Arbeit auch genügend Leute zur Stange halten", sagte Ortsvorsteher Bernd Dietel (Freie Wähler). Der Ortschaftsrat könnte das Projekt zum Erhalt der Begegnungsstätte im Dorf nicht stemmen. "Dazu brauchen wir den Verein", betonte Dietel.


Die 1924 gebaute Sportstätte ist der einzige Platz im Dorf, an dem sich Freizeitsportgruppen treffen können. Doch um sie zu erhalten, sind Sanierungsarbeiten erforderlich. Das Sportlerheim an der Ruppertsgrüner Straße ist durch Mitglieder verschiedener Vereine, vor allem auch aus dem Fußball-Nachwuchsbereich, voll belegt. Ein Anbau an dieses Gebäude, wie es die Stadt Werdau als Diskussionsgrundlage vorgestellt hatte, wurde sowohl vom Ortschaftsrat als auch von den Bürgern abgelehnt. Unter anderem gehen Mädchen und Jungen der "Kinderstube" aus Leubnitz in die Turnhalle zum Sport. "Wir sind vor allem in der für Außenaktivitäten schlechten Jahreszeit zweimal die Woche in der Halle. Natürlich liegt uns daran, dass sie funktionsfähig bleibt, nicht nur für uns, sondern für die Nutzer aus der gesamten Region", sagte Doreen Urban-Kern, Leiterin der "Kinderstube". Neben den Kleinen sind unter anderem auch Tischtennisspieler, Tanzgruppen und Gymnastikfrauen in der Halle.

"Jeder Ortsteil braucht seine Begegnungsstätte. Und da hat Steinpleis auf jeden Fall ein Defizit", sagte der Werdauer Oberbürgermeister Sören Kristensen (Unabhängige Liste). Der nächste Schritt sei klar: Die Stadt muss sich über den Ist-Zustand des Gebäudes und den Investitionsbedarf Klarheit verschaffen. Dann sei zu prüfen, welche Fördertöpfe angezapft werden könnten, um die Sportstätte für das Dorf zu erhalten. Der gebürtige Langenhessener Kristensen warnte aber vor Euphorie. "Die ehemalige Schule in Langenhessen stand acht Jahre lang leer, bevor sie zum Kindergarten umgebaut wurde. Damals hatten wir auch das Glück, dass entsprechende Förderprogramme aufgelegt waren." Kristensen plant im September eine Gesprächsrunde mit den Ortsvorstehern aller vier Ortsteile, um sich die Probleme anzuhören, die ihnen unter den Nägeln brennen.

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