Stadt sucht für Eckhaus einen Käufer

Für ein Gebäude, welches die Kommune vor sieben Jahren erworben hat, hat sie keine Verwendung mehr. Welche Gründe gibt es für das Umdenken?

Crimmitschau.

Die Stadtverwaltung in Crimmitschau will das stadtbildprägende Wohn- und Geschäftshaus an der Silberstraße 9/11 wieder loswerden. Die Immobilie steht aktuell zum Verkauf. Das Mindestgebot beträgt 130.000 Euro. Die Angebotsfrist endet am heutigen Freitagmittag. Eine Zwischen-Info zur Anzahl der eingegangenen Gebote gibt es aus dem Rathaus nicht.

"Wir benötigen das Objekt nicht für die Erfüllung unserer vordergründigen Aufgaben und die Umsetzung der Pläne zur Entwicklung der Innenstadt", sagt Oberbürgermeister André Raphael (CDU). Er sieht - mit Blick auf die Lage auf dem Immobilienmarkt - gute Chancen, einen Investor für das 1888 errichtete Gebäude zu finden. Die Geschäftsräume im Erdgeschoss stehen derzeit leer. Der Rathauschef macht deutlich, dass sich das Wohn- und Geschäftshaus im Bereich des Fördergebietes "Aktive Stadt- und Ortsteilzentren" befindet. Damit könnten für die Erneuerung von Fassade und Fenster Fördermittel fließen.

Ein Blick zurück: Vor sieben Jahren hat der Stadtrat für den Kauf des Gebäudes gestimmt. 132.500 Euro wurden überwiesen. "Wir können damit direkten Einfluss auf die Innenstadtentwicklung nehmen", sagte Wirtschaftsförderin Andrea Beres zur Sitzung des Stadtrates im Sommer 2012. Damals gab es den Plan, das Haus an der Silberstraße 9/11 mit benachbarten Immobilien zusammenzuführen und an einen Investor zu übergeben. Zwei Stadträte der CDU stimmten gegen das Immobiliengeschäft. Dazu gehörte Ulrich Wolf (CDU). Er sagte vor der Abstimmung: "Es ist bedauerlich, dass es Studien zur Entwicklung der Silberstraße gibt und wir erst beim Kauf der Immobilie gefragt werden." André Raphael, der vor sieben Jahren noch für die Bürgervereinigung "Für Crimmitschau" im Stadtrat saß, konterte im Sommer 2012: "Wir müssen den ersten Schritt tun und dürfen nicht nur schwätzen." Mittlerweile gehört Raphael zur CDU und hat als Oberbürgermeister von Crimmitschau über die Pläne zum Verkauf des Komplexes informiert.

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