Stadt sucht Standort für Bücherschrank

Crimmitschau folgt dem Beispiel der Nachbarn: In einer ehemaligen Telefonzelle gibt es bald Lesespaß zum Nulltarif.

Crimmitschau.

450 Euro gibt die Stadtverwaltung in Crimmitschau für den Kauf einer ausrangierten Telefonzelle aus. Sie soll bis zum Herbst zu einem öffentlichen Bücherschrank umgebaut werden. Damit folgen die Crimmitschauer dem Vorbild umliegender Städte. In Werdau, Meerane und Glauchau gibt es bereits Bücherzellen.

Im Rathaus in Crimmitschau kümmert sich Katja Tippelt-Kairies, Mitarbeiterin des Fachbereichs für Kultur-, Sport- und Freizeitstätten, um das Projekt. "Die Telefonzelle soll an den nächsten Tagen geliefert und im Baubetriebshof gelagert werden", sagt Tippelt-Kairies. Kollegen vom Baubetriebshof kümmern sich um den Einbau der Regale, sobald es deren Zeit zulässt.

Für die Eröffnung des Bücherschranks gibt es einen Wunschtermin: Am 16. November, wenn die Premiere der Aktion "Crimmitschau liest" geplant ist, sollen die Türen der umfunktionierten Telefonzelle erstmals für Leseratten offen stehen. Im Vorfeld muss noch die Standort-Frage geklärt werden. Dabei wird ein Platz in der Innenstadt favorisiert. "Es gibt bereits einige Ideen", sagt Katja Tippelt-Kairies und verweist auf die Anforderungen: "Einerseits soll der Bücherschrank ohne Barrieren ständig erreichbar sein. Andererseits brauchen wird trotzdem Partner, die ein Auge darauf werfen."

Mit Blick auf die Angst vor Schäden durch Vandalismus hat sich Tippelt-Kairies in umliegenden Städten, die über Bücherzellen verfügen, umgehört. "Da gibt es bisher keine größeren Probleme", sagt sie. Das System der Bücherschränke, die sich seit Ende der 1990er-Jahre auf dem Vormarsch befinden, ist denkbar einfach: Leseratten können nicht mehr benötigte Lektüre dort in die Regale stellen sowie interessante Bücher zum Schmökern mit nach Hause nehmen.

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