Stadtchef kehrt ins Rathaus zurück

André Raphael war sieben Wochen krank geschrieben. Sein Körper hat Warnsignale gesendet - aufgrund fehlender Bewegung und großem Stress.

Crimmitschau.

Oberbürgermeister André Raphael (CDU) sitzt nach einer längeren krankheitsbedingten Pause wieder an seinem Schreibtisch im Rathaus in Crimmitschau. Der 56-Jährige hat sich am Montag in Gesprächen mit den Fachbereichsleitern einen Überblick zu den aktuellen Themen verschafft. Das Stadtoberhaupt will am morgigen Donnerstag die Sitzung des Stadtrates leiten. Das ist sein erster öffentlicher Auftritt nach einer siebenwöchigen Zwangspause.

Seit Ende März war André Raphael krank geschrieben. Über Details der gesundheitlichen Probleme spricht er nicht in der Öffentlichkeit. Der Jurist hat nach einem Klinikaufenthalt in den letzten Wochen in einer Kureinrichtung in Bad Elster wieder Kraft getankt. "Das war eine wichtige Phase. Man lernt, was man falsch gemacht hat und ändern muss", sagt André Raphael und ergänzt: "Auslöser waren bei mir eine Kombination aus fehlender Bewegung und großem Stress. Die Erholungsphasen haben einfach gefehlt." Ein Blick zurück: Der Start ins neue Jahr war für ihn mit einem hohen Arbeitspensum, unter anderem durch die Verhandlungen zu Fördermitteln für das Schocken-Kaufhaus und Beschlüsse zur Aufhebung der Straßenausbaubeitragssatzung, geprägt. Mit etwas Abstand sagt Raphael, der seit August 2017 auf dem Chefsessel im Rathaus sitzt: "Ich muss lernen, Aufgaben abzugeben."


In den vergangenen Wochen wurden die Aufgaben von André Raphael auf breite Schultern verteilt. Hausintern übernahmen Justiziar Rolf Baderschneider und Wirtschaftsförderin Andrea Beres das Kommando. In die Repräsentationsaufgaben teilten sich die ehrenamtlichen Vize-Oberbürgermeister Thomas Gömbi (Für Crimmitschau), Barbara Gabor (CDU) und Martin Seidel (FDP). "Wir haben von einer guten Zuarbeit aus den Fachbereichen profitiert", sagt Gömbi, der zweimal in der Woche in den Vormittagsstunden im Rathaus war, um Verträge und Beschlussvorlagen zu unterschreiben.

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